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01.03.2014

14:01 Uhr

Dax-Ausblick

Warten auf Super Mario

Selten war eine Prognose so schwer: Wird EZB-Chef Mario Draghi abermals die Zinsen senken? In der kommenden Woche fällt die Entscheidung, die richtungweisend für die Märkte sein wird. Es könnte eine Enttäuschung geben.

Die Marktteilnehmer warten auf den Zinsentscheid der US-Notenbank am Donnerstag. dpa

Die Marktteilnehmer warten auf den Zinsentscheid der US-Notenbank am Donnerstag.

DüsseldorfTut er es oder tut er es nicht? Selten war es so schwer vorherzusagen, wie sich Mario Draghi entscheiden wird. Der Präsident der Europäischen Zentralbank und seine Kollegen verkünden am Donnerstag, ob es eine weitere Zinssenkung geben wird. Die Entscheidung wird richtungweisend für Euro, Anleihen und Aktien sein.

Gerüchten zufolge ist sich der Rat der EZB nicht einig, ob man die Zinsen senken soll oder nicht. „Ob Europas Währungshüter die Zinsen senken, steht auf des Messers Schneide“, schreiben die Analysten der Commerzbank in einer Studie. Und da sich niemand sicher sein könne, wie es ausgeht, dürfte ein guter Teil der Marktteilnehmer überrascht werden. Die Commerzbanker halten eine Zinssenkung für wahrscheinlicher.

Sollte sich die EZB zu keiner Entscheidung durchringen, dürfte der Markt enttäuscht reagieren. Die vergangene Woche hatte der Dax knapp unter 9700 Punkten beendet – zuletzt war er im Januar auf ein Rekordhoch von 9794,05 Zählern geklettert.

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Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung ist allerdings nach den am Freitag veröffentlichten Inflationsdaten gesunken. Demnach lag Inflationsrate in der Euro-Zone im Februar bei 0,8 Prozent. Das ist zwar deutlich unter dem von der EZB angestrebten Ziel von knapp zwei Prozent, aber etwas höher als Ökonomen erwartet hatten. „Der Anstieg der Inflationsrate der Eurozone überrascht vor dem Hintergrund der schwächeren Werte in Deutschland, Italien, Spanien und Belgien“, schrieb Volkswirt Ralf Umlauf von Helaba. Mit den Zahlen lasse der Druck auf die EZB, weitere Maßnahmen zu ergreifen, nach.

Draghi selbst hatte am vergangenen Donnerstag vor dem Risiko einer längeren Phase mit niedriger Inflation gewarnt. Die EZB sei bereit, die Euro-Zone gegen Deflation zu verteidigen. „Wir bleiben wachsam gegenüber jeglichen Anzeichen, dass weitere Abwärtsrisiken für die Preisstabilität auftauchen, und wir sind zum Handeln bereit“, erklärte Draghi bei einer Rede in Frankfurt. Die EZB hatte den Leitzins zuletzt im November auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt. Bei einer weiteren Zinssenkung könnten sich Banken zum Nulltarif Geld leihen.

Kommentare (1)

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03.03.2014, 12:01 Uhr

Da muss niemand warten, den die EZB wird nichts Unternehmen. Den die EZB macht überhaupt nichts, erst wenn die Kacke am dampfen ist, müssen sie dan wohl oder Übel etwas unternehmen, und das geht dan auch noch in die Hose.
Zum beispiel die Milliarden Euros von der EZB zur Rettung der Banken. das Geld wurde gebraucht um Staatsanleihen der eigenen Länder zukaufen. Oder das Eigenkapital zu Verwässern.

2. Es wird von der EZB berichtet das man beim Banken Stresstest hart durchgreifen will, und das einige Banken geschlossen werden. Merken sie etwas?

Die Komunikation der EZB ist eindeutig, den mit den Aussagen: Wir werden, schauen, könnten, überprüfen usw.
Kann man keinen Blummentopf Gewinnen.
Und wenn dann einer der Nationalbanker doch noch eine Idee hat, heisst es dann, das ist nicht unser Mandat.

Ach ja, zur Rettung hat man eine neue Bankaufsicht unter der Führung der EZB kreiert, wo dann in gewonter Manier, erst in Aktion tritt wenn die Bude Brennt. Denn die jetzige BaFin hat ja mit ihren Experten nicht einmal gemerkt, das die Banken bis 2008, ein riesiges Klumpenrisiko an gehäuft haben.

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