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24.03.2012

11:53 Uhr

Dax-Ausblick

„Wir sind noch nicht aus der Gefahrenzone“

Die Börsenrally hat an Schwung verloren. Die meisten Experten meinen, dass der Dax nur eine Pause einlegt. Sollte die Schuldenkrise allerdings auf Spanien oder Italien übergreifen, könnte es schnell ungemütlich werden.

Wirtschaftsdaten könnten den Dax in der kommenden Woche bewegen. dpa

Wirtschaftsdaten könnten den Dax in der kommenden Woche bewegen.

Frankfurt, DüsseldorfNach vielen Gewinnwochen hat der Dax die vergangene Woche mit einem kleinen Rückschlag beendet. Auch wenn der Index am Freitagnachmittag etwas aufholen konnte, betrug das Minus auf Wovchensicht rund zwei Prozent.

Experten meinen, dass sich Anleger davon nicht verschrecken lassen sollten: „Das dürfte nur ein Durchatmen, keine Trendumkehr sein, denn die konjunkturellen Fundamentaldaten stimmen“, sagt Wolfgang Duwe, Aktienstratege bei der Bremer Landesbank.

Auch Commerzbank-Analyst Andreas Hürkamp erklärt: „In der Summe scheint die Weltwirtschaft wieder stärker zu wachsen.“ Er rät dazu, gerade in Konsolidierungsphasen vor allem jene Aktien zu kaufen, die „vom robusten Wachstum in den USA und in den asiatischen Schwellenländern profitieren“.

Gewinner der Woche (Dax)

Dax Wochenentwicklung

- 2,3 Prozent

Heidelberg-Cement

+ 1,1 Prozent

Deutsche Börse

+ 1,2 Prozent

Deutsche Post

+ 1,5 Prozent

MAN

+ 2,2 Prozent

Deutsche Telekom

+ 2,6 Prozent

Seit Jahresanfang kommt der deutsche Leitindex bereits auf ein Plus von gut 18 Prozent - eine Korrektur sei daher mehr als überfällig gewesen, urteilen die Analysten der Landesbank Berlin.

Ähnlich äußerten sich die Analysten der DZ Bank. Nach dem starken Kursanstieg seit Jahresanfang seien die Aktienmärkte nicht länger unterbewertet. Sowohl nach Kurs/Buchwert als auch nach Kurs/Cashflow sei der Dax derzeit nun fair bewertet. Grund für die Rally sei vor allem die reichliche Liquiditätszufuhr durch die EZB gewesen.

Verlierer der Woche (Dax)

Dax Wochenentwicklung

- 2,3 Prozent

Daimler

- 3,7 Prozent

Metro

- 3,8 Prozent

ThyssenKrupp

- 5,2 Prozent

Volkswagen

- 6,3 Prozent

BMW

- 7 Prozent


Für Aktienmarkt-Experte Atif Latif von Guardian Stockbrokers ist die Gefahr von größeren Kursrückschlägen allerdings alles andere als gebannt. Risikofaktoren seien neben einer deutlichen Abkühlung der chinesischen Konjunktur auch die europäische Schuldenkrise. „Wir sind noch nicht aus der Gefahrenzone.“ Die Möglichkeit einer Ansteckung Spaniens, Italien oder Portugals sei real. „Das Bankensystem in diesen Staaten ist sehr schwach und die Lage könnte ernster sein, als es sich in den Kursen widerspiegelt.“

Kommentare (7)

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24.03.2012, 12:04 Uhr

Ja und, wo ist das Problem ?!

Von 20 - 40 % Kursgewinnen im letzten halben Jahr (zwischendurch auch mal verkauft und wieder neu gekauft), plus 4 - 6 % Dividenden-Renditen in der anstehenden HV-Saison kann man sehr gut leben. Was will man(n) mehr ? Besser und einfacher kann man(n) sein Vermögen nicht halbwegs sicher verzinsen und -mehren !

Also, who cares 2,2 % oder 160 Punkte Drop letzte Woche, nach über 1200 Punkten schon seit Jahresanfang und 300 alleine die Woche zuvor ?!

Account gelöscht!

24.03.2012, 16:45 Uhr

Viel schlimmer als gewisse und manchmal auch recht erhebliche Aktienschwankungen ist doch die drohenden Inflationsgefahr. Natürlich werden auch Aktien darunter "leiden", aber die Papiere guter Firmen sind selbst nach dramatischen Eingriffen (Währungsreformen)früher oder später immer wieder gekommen.Wer also nicht spakulativ, sondern ereher "substanzerhaltend" unterwegs ist, dürfte mit Aktien auch nach solchen Erschütterungen sooo schlecht gar nicht liegen.

Bruzens

24.03.2012, 21:11 Uhr

die Platte spielen Sie ziemlich oft. Fast gar nicht zu glauben, dass Sie wirklich Gewinn gemacht haben. Denn alle schlauen Leute haben das nicht wissen können, dass der Dax soweit steigt. Und ausgerechnet Sie wollen den richtigen Zeitpunkt erwischt haben? Und was hindert Sie nun zu verkaufen? Es ist doch sonnenklar, dass wir erneut einen "August 2011" erleben werden. Also wachen Sie mal auf

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