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08.08.2015

14:03 Uhr

Dax-Ausblick

Zinsspekulationen und eine große Angst

VonJessica Schwarzer

Mit der abebbenden Welle von Firmenbilanzen geben die Spekulationen um die US-Geldpolitik wieder den Takt an den Börsen vor. Doch es gibt eine noch größere Gefahr, die Anlegern gründlich die Stimmung verhageln könnte.

Sie wird kommen, nur wie heftig fällt sie aus? Fotolia.com

Zinswende in den USA

Sie wird kommen, nur wie heftig fällt sie aus?

DüsseldorfKommt sie oder kommt sie nicht? Und vor allem wann? An den Märkten dominiert derzeit vor allem ein Thema: die Zinswende in den USA. Investoren dürften äußerst kritisch auf die in der neuen Woche anstehenden US-Daten sehen und sie akribisch auf neue Hinweise zum Zeitpunkt der lang erwarteten US-Zinswende untersuchen. Die Unsicherheit über das weitere Vorgehen der US-Notenbank Fed lässt Börsianer vorsichtig werden. Mit größeren Kursprüngen im Dax ist vorerst nicht zu rechnen.

Große Angst, dass die erste Zinserhöhung seit Jahren die Aktienkurse stark belasten könnte, haben die Experten aber derzeit auch nicht. Sie gehen von einem moderaten Zinsschritt aus – und der sei schließlich eingepreist. Fällt er jedoch üppiger aus als erwartet, könnte das Börsianern ordentlich die Stimmung verhageln. Aber Klarheit darüber gibt es frühestens bei der nächsten Sitzung der Fed Mitte September. Etwas anderes könnte ihnen allerdings schon in der kommenden Woche die Kauflaune verhageln: die anstehenden Konjunkturdaten aus China.


Trotz aller Vorsicht ist die Stimmung an den Märkten derzeit aber eigentlich gut, auch wenn der Dax in den vergangenen Tagen eher auf der Stelle getippelt ist. Gleich mehrere Anlagestrategen haben zuletzt ihre Kursziele für die deutschen Standardwerte angehoben. Besonders optimistisch sind Hauck Aufhäuser und das Bankhaus Lampe, die den Dax zum Jahresende jeweils bei 12.100 Punkten sehen. „Wir haben die Spitze des Aktienzyklus noch nicht gesehen“, sagt Ralf Zimmermann, Aktienstratege vom Bankhaus Lampe.

Ein Optimismus, der überrascht. Lauern derzeit doch allerorten große Risiken für den seit sechs Jahren steigenden Dax: Das bröckelnde Wachstum Chinas und in anderen Schwellenländern, die immer noch nicht ausgestandene Krise in Griechenland sowie die bevorstehende Zinserhöhung der amerikanischen Notenbank Fed gehören zu den größten Gefahren.

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Die Optimisten sind zurück. Anlagestrategen sehen weiteres Kurspotenzial bei deutschen und europäischen Standardwerten. Der Dax dürfte bis zum Jahresende deutlich zulegen. Anleger brauchen allerdings starke Nerven.


In der abgelaufenen Woche drängten die Investoren ihre Sorgen aber erst einmal in den Hintergrund. Der Dax schaffte ein Plus von rund zwei Prozent. Gestützt wurde der deutsche Aktienmarkt von guten Firmenbilanzen und dem schwächelnden Euro, der die heimische Exportindustrie ankurbelt. Die Zins-Spekulationen hatten die Gemeinschaftswährung zeitweise wieder deutlich unter 1,09 Dollar gedrückt.

Kommentare (1)

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Herr walter rehm

10.08.2015, 10:37 Uhr

"...Große Angst..."...bei einem Daxstand von über 11.000...kommend von der 5.000..????...dafür gibt es STOPS...damit ist der Gewinn gesichert

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