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30.06.2013

17:23 Uhr

Dax

Die magischen 10.000

Die Rekordjagd des deutschen Leitindexes ist vorerst vorbei. Langfristig kann der Dax aber die 10.000 Punkte knacken, meinen Experten. Die Frage ist nur, wann.

Nach diversen Rekorden in den vergangenen Wochen dümpelt der Dax derzeit unter der 8.000-Punkte-Marke. Langfristig gesehen könnte er aber die 10.000 Punkte knacken, meinen Experten. dpa

Nach diversen Rekorden in den vergangenen Wochen dümpelt der Dax derzeit unter der 8.000-Punkte-Marke. Langfristig gesehen könnte er aber die 10.000 Punkte knacken, meinen Experten.

FrankfurtAm Montag feiert der Dax seinen 25. Geburtstag. Auf ein Geschenk wird er aber wohl noch etwas warten müssen: den Sprung über die magische Marke von 10.000 Punkten. Angesichts der Rally der vergangenen Monate sei es dafür 2013 wohl noch zu früh, sagt Jörg Knaf, Geschäftsführer des Nordeuropa-Geschäfts bei Natixis Global Asset Management (NGAM). „Ende 2014, Anfang 2015 könnte es aber soweit sein.“

Er stützt seine Prognose unter anderem auf eine Umfrage seines Hauses unter 500 institutionellen Investoren weltweit. Diese habe unter anderem ergeben, dass die Anleger die Aktienquoten in ihren Depots anheben wollen. „Wir interpretieren die Ergebnisse so, dass eine große Rotation von Bond zu Aktien stattfindet“, fügt Knaf hinzu.

Was 2013 aus 100.000 Euro wurde (1.Halbjahr)

Silber

62.510 Euro

Brasilianische Aktien

73.320 Euro

Gold

74.490 Euro

Russische Aktien

83.690 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

88.730 Euro

Türkische Aktien

90.210 Euro

Bundesanleihen

98.260 Euro

US-Treasuries

98.540 Euro

Sparbuch

100.032 Euro

Tagesgeld

100.930 Euro

US-Dollar

101.220 Euro

Deutsche Aktien

104.360 Euro

Öl (WTI)

105.550 Euro

Japanische Aktien

113.630 Euro

US-Aktien

115.280 Euro

Venezolanische Aktien

151.720 Euro

Ähnlich urteilt DZ-Bank-Analyst Christian Kahler. „Anleihen sind äußerst hoch bewertet, Aktien noch relativ günstig.“ Da zudem Vermögensverwalter weltweit in Dividendenpapieren untergewichtet seien, könne mit einer Umschichtung gerechnet werden. Ende Mai kletterte der Dax bereits auf ein Rekordhoch von 8557,86 Punkten, rutschte seitdem allerdings wieder unter die 8000er Marke zurück. Sollte der Leitindex 2013 ähnlich stark zulegen wie im Vorjahr – rund 30 Prozent – wären die 10.000 Zähler bereits im Dezember in Reichweite.

In den USA scheint diese Verlagerung, im Börsenjargon „Great Rotation“ genannt, bereits begonnen zu haben. Den Analysten von JP Morgan zufolge lag die Aktienquote der dortigen Pensionsfonds und Versicherer Ende des ersten Quartals bei 45 Prozent. Nach Einschätzung von Grant Bowers, Portfolio-Manager der Franklin Equity Group, wird sich die Rotation aber über fünf bis zehn Jahre hinziehen. „Es wird nicht über Nacht passieren.“

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

30.06.2013, 17:45 Uhr

Liebes HB, vor Monaten mußte man für einen Artikel mit demselben Titel Geld bezahlen. Der Artikel wurde schnell verhöhnt und verspottet - die Realität hat ihn eingeholt.

Natürlich wird der DAX irgendwann steigen, sicher auch auf über 20000.

Die 10000 heute überhaupt als Zahl in den Raum zu stellen ist genauso kritisch zu hinterfragen, wie zu behaupten, der DAX sei nicht zu teuer. Beides Quatsch, sonst wären wir längst woanders beim DAX.

Leider wieder keine konkreten Hintergründe, warum es anders sein sollte. Merke: Fakten UND Gefühl machen den DAX aus. Hier wird nur das Bauschgefühl zitiert - zu einseitig.

Im übrigen werden gerade die ersten Bonds wieder interessant, es gab bereits teilweise richtige Kursstürze. Wenn das noch etwas so weiter geht, werde ich wieder in Bonds gehen. Warum dann noch Aktien? Great Rotation wirds so nicht geben, daß ist immer ein Kausalzusammenhang.

Account gelöscht!

30.06.2013, 18:05 Uhr

Natürlich wird der DAX irgendwann auf 20000 steigen.
Wann?
Wenn 1 kg Brot 20 EURO kostet. Draghi, Merkel und Schäuble sei Dank!

Account gelöscht!

30.06.2013, 19:28 Uhr

"Langfristig kann der Dax aber die 10.000 Punkte knacken, meinen Experten. Die Frage ist nur, wann."

Vielleicht so etwa 5 Jahre nachdem man die europäische Gemeinschaftswährung wieder abgeschafft hat und zu Vor-EURO-Währungssystemen zurückgekehrt ist, um Europa zu stabilisieren?

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