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25.08.2012

10:35 Uhr

Dax-Vorschau

Anleger erwartet „heißer Herbst“

Die kommenden Tage und Wochen dürften Experten zufolge turbulent werden für Aktienanleger. Die Notenbanken tagen, die Euro-Rettung steht auf dem Spiel. Außerdem wird sich zeigen, wie es um die US-Konjunktur bestellt ist.

Händler an der Börse in Frankfurt. Warten auf die EZB. dpa

Händler an der Börse in Frankfurt. Warten auf die EZB.

FrankfurtFür Aktienanleger heißt es in den kommenden Tagen noch einmal ordentlich Luft holen. Nach dem Sommerloch dürfte im September ein heißer Börsenherbst beginnen: Es stehen wichtige Zentralbankentscheidungen an, das Bundesverfassungsgericht wird sich zum ESM äußern, Spanien könnte europäische Finanzhilfen beantragen, und für Griechenland geht es wieder einmal darum, ob weitere Rettungsgelder fließen oder nicht. "Selten lagen Chancen und Risiken so eng beisammen, wie es derzeit an den Kapitalmärkten der Fall ist", sagt Aktienstratege Matthias Thiel von MM Warburg. "Zwei Punkte dürften in den kommenden Wochen ausschlaggebend sein: Wie werden die Zentralbanken und insbesondere die EZB handeln, und wie entwickelt sich die Konjunktur im Verlauf der zweiten Jahreshälfte weiter?"

Für die kommenden Tagen erwarten die Strategen noch keine großen Sprünge. Die psychologisch wichtige Marke von 7000 Punkten hatte der Leitindex zwar vorübergehend überwunden, konnte sie aber nicht verteidigen. Die Experten der Landesbank Berlin halten es für wahrscheinlich, dass noch mehr Investoren Kasse machen. Immerhin hat der Dax allein seit Juli knapp 13 Prozent an Wert gewonnen. Auf Wochensicht hat der Leitindex nun anderthalb Prozent eingebüßt. Am Freitagmittag notierte er um 6930 Zähler.
Hoffnungsanker für viele Anleger bleiben die Notenbanken. Erster wichtiger Termin: das am Freitag beginnende traditionelle Treffen führender Zentralbanker in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming. 2010 hatte Fed-Chef Ben Bernanke auf eben diesem Treffen das zweite Anleihen-Kaufprogramm angekündigt.

Aktien Eurostoxx 600 Dividendenrendite

Platz 12

Iberdrola zählt zu den größten Energieversorgern in Europa. Mit seinen Dienstleistungen erreicht das spanische Unternehmen rund 16 Millionen Kunden, neun Millionen davon in Spanien.

Dividendenrendite: 9,6 Prozent*

*die angegebenen Dividendenrenditen beziehen sich auf das abgelaufene Geschäftsjahr, also bereits gezahlte Dividenden. Die Angaben lassen keine Rückschlüsse auf künftige Ausschüttungen zu. Telefonica bspw. hat bereits angekündigt, für das laufende Geschäftsjahr keine Dividende zahlen zu können.

Platz 11

Firstgroup ist eines der führenden Transportunternehmen in Großbritannien und Nordamerika mit einem Volumen von 2.5 Milliarden Passagieren jährlich.

Dividendenrendite: 10,3 Prozent

Platz 10

France Telecom ist ein globaler Telekommunikationskonzern, der in den Bereichen Festnetz, Mobilfunk und Internet tätig ist. Insgesamt betreut das Unternehmen mehr als 182 Mio. Kunden.

Dividendenrendite: 10,5 Prozent

Platz 9

Tele2 ist ein schwedisches Telekommunikationsunternehmen, das weitestgehend in Europa agiert. Derzeit nutzen in 11 europäischen Staaten insgesamt über 30 Millionen Menschen die Dienste von Tele2.

Dividendenrendite: 11,05 Prozent

Platz 8

TDC ist die größte Telefongesellschaft Dänemarks mit Sitz in mehreren europäischen Ländern.

Dividendenrendite: 11,37 Prozent

Platz 7

Portugal Telecom ist ein weltweit operierender Telefondienstleister mit Hauptsitz in Portugal. Als international tätiger Konzern ist das Unternehmen in sämtlichen Segmenten der Telekommunikationsbranche tätig.

Dividendenrendite: 11,48 Prozent

Platz 6

Telefonica ist ein spanischer Telekommunikationsanbieter. Das Unternehmen ist primär in spanisch oder portugiesisch sprechenden Ländern vertreten.

Dividendenrendite: 11,62 Prozent

Platz 5

Greek Organisation of Football Prognostics (OPAP) ist ein griechischer Lotterie- und Sportwettenanbieter. Das Unternehmen ist Europas größter Wettanbieter.

Dividendenrendite: 11,89 Prozent

Platz 4

Die Telenet Group Holding ist ein belgisches Telekommunikationsunternehmen und der grösste Kabelnetzbetreiber in Belgien. Das Kabelnetz erstreckt sich über die Region Flandern und deckt 61% der Haushalte in Belgien ab. Telenet betreut mehr als zwei Millionen Kunden.

Dividendenrendite: 12,51 Prozent

Platz 3

Actividades de Construcción y Servicios ist eine spanische Unternehmensgruppe, die im internationalen Bausektor tätig ist.

Dividendenrendite: 12,95 Prozent

Platz 2

Die Man Group ist ein international tätiger Finanzdienstleister mit Sitz in London. Der Schwerpunkt der Unternehmensgruppe liegt auf alternativen Investmentprodukten.

Dividendenrendite: 18,65 Prozent

Platz 1

Cairn Energy ist einer der großen europäischen Öl-Explorer.

Dividendenrendite: 85 Prozent*

*Cairn Energy hat in diesem Jahr eine Sonderdividende ausgeschüttet von 160 Pence je Aktie. Das Geld stammt aus dem Verkauf des Indiengeschäfts des Unternehmens. Die hohe Dividendenrendite 2012 lässt also keinerlei Rückschlüsse auf künftige Ausschüttungen zu.

Auch die EZB-Sitzung am 6. September wird in den kommenden Tagen verstärkt in den Fokus rücken. Spekulationen, wie genau der Masterplan der Zentralbank wohl aussehen wird, dürften die Märkte in den kommenden Tagen in Bewegung halten. Im Gespräch sind unterstützende Käufe von Anleihen angeschlagener Länder. Eine andere Variante wäre die Festlegung auf bestimmte Zinsschwellen, oberhalb der die EZB interveniert.

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

25.08.2012, 10:48 Uhr

"Die Notenbanken tagen, die Euro-Rettung steht auf dem Spiel"

Die steht auf dem Spiel?
Der Euro muß nicht gerettet werden, wie oft eigentlich noch?
Rettet Eure Schlagzeilen, liebes HB!

melancholiker

25.08.2012, 12:24 Uhr

viele können das wort € rettung nicht mehr hören.
die politik kann die märkte nicht entmachten - gott sei dank. denn deren viele teilnehmer sind in der summe klüger als alle politiker zusammen. das war in einer freien und pluralistischen gesellschaft auch einmal eine grundüberzeugung. das system M hat diese allerdings verschüttet

discretionarytrader

25.08.2012, 13:26 Uhr

Wenn der DAX schnell wieder in die Spur findet, wird er auch stabil weiter steigen. Falls nicht, droht ein massiver Absturz.+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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