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15.01.2014

11:50 Uhr

Depot-Contest 2013

Mit Aktien zum Erfolg

VonJessica Schwarzer

Ein deutlicher Sieg bei den sicherheitsorientierten Depots, ein Doppelsieg, und ein Vermögensverwalter schlägt sogar den Dax – das ist die Bilanz des Depot-Contest 2013. Wer gewonnen hat und mit welcher Strategie.

Die Sieger des Depot-Contests 2013 stehen fest. Getty Images

Die Sieger des Depot-Contests 2013 stehen fest.

DüsseldorfIn Zeiten, in denen Anlagezinsen praktisch abgeschafft sind, haben es sicherheitsorientierte Investoren nicht leicht. Staatsanleihen mit guter Bonität und Bonds solider Unternehmen werfen nur noch Minirenditen ab. An den Aktienmärkten hingegen lief es blendend. Das spiegelt sich auch in der Bilanz beim Depot-Contest 2013 der Münchener DAB Bank.

Acht der 15 in der Kategorie „Sicherheit“ angetretenen Vermögensverwalter haben im vergangenen Jahr eine positive Rendite erzielt. Der Sieg ging mit einem Plus von 10,1 Prozent an Partners Vermögensmanagement. Mit einem Plus von 3,6 Prozent landete die Schneider, Walter & Kollegen Vermögensverwaltung auf dem zweiten Platz. Rang drei ging mit einem Plus von 3,4 Prozent an Geneon Management.

DWS-Prognose: Aktienmärkte

Aktienmärkte: Mehr Volatilität

Insgesamt dürfte es ein solides Jahr an den Finanzmärkten werden. Wir erwarten verhaltene Anstiege an den Kapitalmärkten, wenn auch nicht mehr so deutlich wie 2013. Allerdings rechnen wir mit einer höheren Volatilität.

Anhaltende Niedrigzinsen

Für den Kapitalanleger gilt angesichts des Niedrigzinsumfelds und der finanziellen Repression grundsätzlich: Er muss mehr ins Risiko gehen.

Unternehmensgewinne sind die Kurstreiber

Für die Aktienmärkte sehr optimistisch ist Henning Gebhardt, Head Europe, Middle East and Africa Equities. Er sagt: „In den vergangenen Jahren standen die Aktienmärkte unter dem Einfluss von Risikoaversion und Normalisierung. 2014 dürfte sich dies wandeln. Jetzt dürften die Gewinne der Unternehmen zum Haupttreiber werden. Dies sollte den Börsen in den kommenden zwölf Monaten weiteren Auftrieb geben.“

15 Prozent sind drin

Für die Fortsetzung des Kursanstiegs spreche auch, dass viele Investoren Aktien in ihren Depots immer noch untergewichtet haben. An den meisten Aktienmärkten sollten Renditen von bis zu fünfzehn Prozent erzielbar sein.

Europäische Aktien

An europäischen Aktien führt nach Ansicht der DWS-Experten kein Weg vorbei. Aktien in Europa seien historisch gesehen immer noch sehr günstig.

Solide: Zyklische Konsumgüter und Industrie

Investoren sollten zudem überlegen, auf konjunktursensitive Branchen zu setzen und Aktien aus den Bereichen zyklische Konsumgüter, Industrie und Finanzdienstleistungen über zu gewichten.

Wachstumsprofiteure: Small-Cap-Aktien

Small-Cap-Aktien dürften ebenfalls überdurchschnittlich von dem höheren Wirtschaftswachstum profitieren und sollten daher gegenüber Large-Cap-Papieren die Nase vorne haben. Anleger sollten Aktien zinssensitiver Unternehmen aus den Bereichen Versorger und Basiskonsum tendenziell untergewichten.

An den Rentenmärkten war im vergangenen Jahr nicht viel zu holen, Rendite fuhren die Vermögensverwalter hingegen an den Aktienmärkten ein. In der Kategorie Sicherheit dürfen die Profis eine Aktienquote von bis zu 20 Prozent haben.

Sieger Burkhard Wagner von Partners Vermögensmanagement hat diese Quote über weitere Strecken des Jahres voll ausgereizt. „Besonders gut lief eine ganze Reihe ausgesuchter Aktien, darunter Deutsche Post, Heidelberger Druck, Tui, Deutsche Telekom, Osram, Commerzbank und RTL“, sagt er.

Allerdings musste er auch einige Rückschläge einstecken. „Völlig enttäuschend verlieren für uns die Engagements in den Emerging Markets und unser Goldminen-ETF“, sagt Wagner. „Bei Wandelanleihen haben wir uns leider für einen Underperformer-Fonds entschieden.“

Auch die zweitplatzierten Schneider, Walter & Kollegen hatten nicht durchgängig ein glückliches Händchen. „Die positiven Entwicklungen des amerikanischen und japanischen Aktienmarktes haben mich in dem Ausmaß überrascht“, sagt Peter Schneider. „Aufgrund unserer Skepsis hat das Portfolio leider nicht daran partizipiert.“ Auch ein ETF auf brasilianische Aktien verkaufte er mit Verlust.

Insgesamt ging sein Rezept – eine Mixtur aus Unternehmensanleihen, flexiblen Rentenfonds, Wandelanleihefonds und rund 15 Prozent Aktienfonds – aber auf. Mit einem Plus von 3,6 Prozent belegt er den zweiten Platz.

Deutlich besser war die Bilanz in den Kategorien „Ausgewogen“ und „Chance“. Die Vermögensverwalter konnten die Aktienquoten hier auf maximal 50 beziehungsweise 100 Prozent hochfahren und profitierten so stärker von der guten Entwicklung an den Weltbörsen. Allein der Dax legte im vergangenen Jahr fast 26 Prozent zu.

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