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29.09.2015

14:49 Uhr

Der Dax und das Drama um VW

400 Milliarden sind verbrannt

VonJessica Schwarzer

Deutsche Aktien stürzen immer weiter ab. Von seinem Rekordhoch bei rund 12.400 Punkten ist der Dax mittlerweile meilenweit entfernt. Gut 3000 Punkte hat er seither verloren – vor allem seit dem Beginn der VW-Krise.

Die Kursverluste der vergangenen Wochen beim Dax haben Anlegergeld vernichtet. Imago

Geld verbrennt

Die Kursverluste der vergangenen Wochen beim Dax haben Anlegergeld vernichtet.

DüsseldorfDeutsche Aktien fallen zurzeit in einem Tempo wie seit der europäischen Schuldenkrise nicht mehr. Die Angst vor einer Rezession hat den Dax am Dienstag zeitweise sogar auf den tiefsten Stand des Jahres gedrückt. „Eine nahende weltweite Konjunkturabschwächung verbunden mit fallenden Unternehmensgewinnen ist jetzt das an der Börse meist gehandelte Szenario“, sagte Andreas Paciorek, Analyst des Online-Brokers CMC Markets. Im Laufe des Vormittags machte der deutsche Leitindex seine Verluste zwar wett. „Die aktuelle Erholung steht allerdings auf sehr wackligen Füßen“, warnte der Experte.

Seit dem Hoch im April haben deutsche Unternehmen mehr als 400 Milliarden Euro an Marktwert eingebüßt. Der Dax steuert auf das zweite Verlustquartal in Folge zu – erstmals seit dem Krisenjahr 2009. Kapitalmarktexperten halten den aktuellen Ausverkauf allerdings für übertrieben und sehen Gewinne am Horizont. Ob es noch für einen Jahresgewinn beim Dax reichen wird, muss sich zeigen.

Das bisherige Börsenjahr 2015 war für Anleger ein Wechselbad der Gefühle. Erst jagte der Dax im ersten Quartal von Rekord zu Rekord und schaffte es locker über die Marke von 12.000 Punkten. Stolze 22 Prozent kletterte der Dax in den ersten drei Monaten des Jahres. Doch dann brauten sich dunkele Wolken am Börsenhimmel zusammen. Erst war es die Erholung des Euro, die den Anlegern die Laune verhagelte. Dann sorgte die Griechenland-Krise für fallende Kurse. Jeweils konnte sich der Dax nach einigen Wochen wieder stabilisieren.

Doch die nächsten beiden Rücksetzer sind, wie es scheint, schwerer zu verdauen. Die Befürchtungen einer Konjunkturabschwächung in China und die möglichen Folgen für die Weltwirtschaft sorgten für einen extrem schwachen August an den Märkten. Am schwarzen Montag, dem 24. August, rutschte der Dax im Handelsverlauf bis auf fast 9300 Punkte ab und ging mit heftigen Verlusten aus dem Handel. Wirklich erholen konnten sich die deutschen Aktien in der Folge nicht.

Und nun das Drama um Volkswagen. Der Konzern hat bei Abgastests für Dieselfahrzeuge geschummelt und das auch mittlerweile eingeräumt. Die Aktie brach in den vergangenen Handelstagen um etwa ein Drittel ein. Und mit ihr gerieten die anderen deutschen Autobauer unter Druck.

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Autoaktien sind im Dax relativ hoch gewichtet. Auch die Zulieferer mussten bluten. Die Angst ist groß, dass das Image deutscher Autobauer im Ausland massiv gelitten hat und die Absätze einbrechen. Das hätte auch Folgen für die deutsche Konjunktur.

Kommentare (75)

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Account gelöscht!

29.09.2015, 14:58 Uhr

Was haben denn " Privat-, Kleinanleger " oder sonst. Heinis mit der Eurex und dem FDAX zu tun ? Das ist die Spielwiese von uns Algotradern, Hedge-Fonds und Groß-Investoren, sprich Profis die das von Berufswegen untereinander machen. Da hat Hinz & Kunz nix suchen.

Herr Stephan auchstephan

29.09.2015, 15:07 Uhr

Was soll eigentlich immer dieses ewige "XXX Mrd. wurden verbrannt"? Die Kurse schwanken nunmal, dass ist ihre Natur. Muss man denn jedesmal auf dem Weg nach oben von "erschaffenen Mrd." reden und auf dem Weg nach unten von "verbrannten Mrd."?

Wenn mein Haus verbrannt ist, ist es weg. Das steht nach der nächsten Kurserholung nicht einfach wieder da. In X Monaten/Jahren wird der Dax wieder ein neues ATH haben. Sind dann wieder neue Mrd. erschaffen worden?

Herr Marc Otto

29.09.2015, 15:13 Uhr

Gott nun kommen sie mal auf den Boden zurück.

woher soll denn das ganez "frische" Geld denn herkommen, wenn nicht von Heinz und Kunz. Das ist schließlich der Grund,w arum das ganze System so auf Mittel-Zuflüsse ausgerichtet ich.

Ohne Hans und Kunz könnten Experten nie reich werden.

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