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20.01.2005

18:21 Uhr

Deutsche Bank gaben auch kräftig ab

Techwerte drücken Dax ins Minus

Kursverluste bei Technologiewerten haben den Deutschen Aktienindex (Dax) am Donnerstag belastet so dass der Dax den Handel im Minus beendete. Zu den größten Verlierern zählten Infineon, Siemens und SAP.

HB FRANKFURT. Schwache Quartalsberichte im US-Technologiesektor drückten auf die Notierungen der Branche in ganz Europa. Der Deutsche Aktienindex (Dax) ging mit einem Minus von 0,6 Prozent auf 4 220 Punkten aus dem Handel. Zu den größten Verlierern zählten neben den Technologiewerten Infineon, Siemens und SAP die Aktien der Deutschen Bank, die unter einer negativen Analysteneinschätzung litten. Händler warnten, dass die Zuversicht hinsichtlich der Entwicklung der Unternehmensgewinne im laufenden Jahr allmählich schwinde.

„Wenn sich erst einmal die Erkenntnis durchsetzt, dass die Gewinnschätzungen zu hoch waren, wird das den Dax weiter drücken“, sagte BW-Bank-Händler Raed Mustafa. Am Vorabend hatte vor allem das Internetauktionshaus Ebay die Investoren mit seinem Zwischenbericht enttäuscht. Genauso wenig überzeugte der US-Mobilfunkzulieferer Qualcomm die Märkte mit seinem Zwischenbericht. „Die Stimmung ist angeschlagen“, sagte ein Händler. Daran könnten auch die etwas über den Erwartungen liegenden Ergebnisse von Ford oder Citigroup nichts ändern.

Im Dax wurde die Verliererliste von Infineon mit einem Abschlag von 1,9 Prozent angeführt. SAP verloren 1,4 Prozent und konnten damit nicht von einer höheren Bewertung durch die Analysten von Sal. Oppenheim profitieren.

Mehr als der Dax verloren die Aktien der Deutschen Bank, die mit einem Abschlag von 1,3 Prozent die Talfahrt vom Vortag nach einem enttäuschendem Zwischenbericht von JP Morgan fortsetzten. Händler verwiesen auf die Empfehlung von Goldman Sachs, die die Titel auf „Underperform“ von zuvor „In-Line“ heruntergestuft hatten. Der etwas über den Prognosen ausgefallene Gewinn des weltgrößten Finanzkonzerns Citigroup stützte die Bankenwerte kaum.

Auf Kaufinteresse stießen vor allem die Aktien des Pharmaunternehmens Schering, das für 2004 nun von einem größeren Gewinnsprung als bislang erwartet ausgeht. Schering-Titel zogen um 1,8 Prozent an.

Im MDax gerieten indes die Aktien von AWD und MLP unter Druck. Händler begründeten die Kursverluste bei AWD von 3 Prozent mit Gewinnmitnahmen nach den Kursgewinnen der vergangenen Handelstage und verwiesen auch auf die Kaufabsichten des Konzerns. Nach Angaben aus Branchenkreisen will AWD die britische Finanzberatungstochter Chase de Vere von der Bank of Ireland kaufen.

Die MLP-Aktien verloren 3,1 Prozent, was Händler sowohl mit charttechnischen Verkaufssignalen als auch mit einem Vorab-Bericht des „Manager Magazin“ begründeten, wonach der Hegdefonds-Manager Florian Homm bei MLP auf fallende Kurse gesetzt haben soll.

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