Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.07.2013

15:56 Uhr

Deutschland vor Langläuferemission

Anleihemärkte rutschen nach US-BIP-Daten deutlich ins Minus

Die Anleihen verloren am Mittwochmorgen an Wert. Deutschlands Langläufer über 30 Jahre stehen nun an: Bei der letzten Auktion erreichte die Rendite der Bunds einen Tiefstwert.

Die europäischen Anleihen starten schwach in den Markt. dapd

Die europäischen Anleihen starten schwach in den Markt.

FrankfurtAn den Anleihemärkten ist es am Mittwoch nach Veröffentlichung der BIP-Daten aus den USA im zweiten Quartal zu deutlichen Kursverlusten gekommen. Anleger reagierten mit Abgaben auf die Daten. Dahinter stand die Sorge, dass die US-Notenbank nach den besser als erwartet ausgefallenen Wirtschaftsdaten mit der Verringerung der Anleihekäufe noch in diesem Jahr beginnen könnte.

Zehnjährige Bundesanleihen rentierten vier Basispunkte höher bei 1,70 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future sank um 44 Basispunkte auf 142,01 Prozent.

So legen die Deutschen ihr Geld an

Top 7

Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.

Top 6

Trotz des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus können sich nur neun Prozent der Anleger vorstellen, bei künftigen Finanzanlagen mit einer höheren Risikobereitschaft gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Mit 91 Prozent legt die Mehrheit der deutschen Sparer einen großen Wert auf Sicherheit.

Top 5

Neben Festgeld und Tagesgeld würden die Verbraucher 2013 auch stärker in Immobilien, Gold und andere Edelmetalle investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag dafür zur Verfügung hätten. Den größten Zuwachs im Vergleich zu 2012 erleben Immobilien. 46 Prozent aller deutschen Anleger würden sich ein Haus oder eine Wohnung anschaffen. Auch die Krisenwährung Gold ist 2013 deutlich beliebter. Knapp 30 Prozent der deutschen Anleger würden sich größere Goldbestände zulegen.

Top 4

Während Frauen tendenziell stärker in Festgeld sowie Tagesgeld investiert sind, meiden sie Aktienanlagen noch in stärkerem Maße als Männer. Bei Fonds sind hingegen nur geringfügige, bei Immobilien, Gold und anderen Edelmetallen sogar überhaupt keine Unterschiede im Anlageverhalten von Männern und Frauen feststellbar.

Top 3

Im Jahr 2012 waren bei den deutschen Anlegern Festgeld und Tagesgeld die beliebtesten Anlageprodukte. Obwohl der Dax in diesem Jahr um rund 30 Prozent zulegte, rangieren börsennotierte Finanzprodukte erst deutlich danach. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche investierte sein Geld in Aktien. Darauf folgten Immobilien mit knapp 17 Prozent. Das in der Krise besonders beliebte Anlageobjekt Gold lag mit gerade einmal neun Prozent ebenfalls auf den hinteren Plätzen.

Top 2

Trotz eines weiteren Euro-Krisenjahrs stieg der Dax 2012 auf ein neues Allzeithoch. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Anleger zeigte sich trotz der guten Kursentwicklung mit der Werteentwicklung ihrer Finanzanlage unzufrieden.

Top 1

Der Anteil der Deutschen, die 2012 einen nennenswerten Geldbetrag angelegt haben, steigt mit zunehmenden Alter erkennbar an. Mit knapp 65 Prozent stellen Deutsche ab 60 Jahren die größte Gruppe der Privatanleger.

Das BIP wuchs auf annualisierter Basis in den USA um 1,7 Prozent, nach revidiert 1,1 Prozent im Quartal zuvor, zeigen die vom US-Handelsministerium veröffentlichten Daten. 85 von Bloomberg befragte Ökonomen hatten mit ein Prozent Wachstum im Median gerechnet. Vor allem die Investitionstätigkeit habe positiv überrascht, schrieb Helaba Volkswirtin Viola Julien in einer ersten Einschätzung.

Bei der Emission der 30-jährigen Bundesanleihe am Mittwoch erfolgte die Zuteilung bei durchschnittlich 2,47 Prozent nach 2,16 Prozent bei der letzten Auktion in diesem Segment am 24. April - der niedrigste jemals registrierte Wert.

Zehnjährige US-Treasuries gerieten deutlich unter Druck, die Rendite schnellte um sieben Basispunkte in die Höhe auf 2,68 Prozent.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×