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09.05.2014

14:14 Uhr

Devisenkontrollen

Deutsche Bank platziert Yuan-Anleihe in Frankfurt

Die Deutsche Bank hat am Donnerstag die erste auf Renminbi lautende Anleihe eines chinesischen Unternehmens in Frankfurt platziert. Unterdessen lockert China im Rahmen wirtschaftlicher Reformen seine Devisenkontrollen.

Skyline von Frankfurt: Am Finanzplatz werrden ab sofort Yuan-Anleihen gehandelt. dpa

Skyline von Frankfurt: Am Finanzplatz werrden ab sofort Yuan-Anleihen gehandelt.

Die Deutsche Bank hat am Donnerstag die erste auf Renminbi lautende Anleihe eines chinesischen Unternehmens in Frankfurt platziert. Im März hatten die Deutsche Bundesbank und die chinesische Notenbank PBoC eine Vereinbarung über eine Zusammenarbeit bei der Abwicklung von Renminbi-Zahlungen am Finanzplatz Frankfurt abgeschlossen.

Die Deutsche Bank, der weltweit zweitgrößte Devisenhändler, war Underwriter einer zweijährigen Anleihe der Agricultural Bank of China, die auf ein Volumen von 1,2 Milliarden Yuan (139 Millionen Euro) kommt, wie das in Frankfurt ansässige Kreditinstitut in einer Mitteilung bekannt gab. Agricultural Bank ist gemessen am Marktwert das drittgrößte Kreditinstitut Chinas.

Deutsche Bank und ihr ebenfalls in Frankfurt ansässiger Wettbewerber Commerzbank haben im vergangenen Monat eine Renminbi-Anleihe über 1 Milliarden Yuan für die staatliche Entwicklungsbank KfW Group platziert, die erste derartige Emission in Frankfurt. Die Vereinbarung zwischen den beiden Zentralbanken ebnet für die deutsche Finanzmetropole, die auch Sitz der Europäischen Zentralbank ist, den Aufbau eines Handelsplatzes für die chinesische Währung. Unterdessen lockert China im Rahmen wirtschaftlicher Reformen seine Devisenkontrollen.

„Der Renminbi trifft als relativ neue Anlagewährung auf steigendes Interesse bei institutionellen Anlegern“, so Dirk Schmitz, Co-Leiter Corporate Banking and Securities der Deutschen Bank, in der Erklärung.

Gebote über 2 Milliarden Yuan wurden von 36 Konten abgegeben, erklärte die Deutsche Bank.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

09.05.2014, 16:15 Uhr

Diese Fokussierung auf die Deutsche Bank macht mich als deutschen Steuerzahler etwas nervös, da die Gefahr besteht, daß deshalb vielleicht als Strafe die Deutsche Bank nach dem Lehman-Prinzip "vor den Bus geworfen wird", um die nächste (und finale?) Finanzkrise auszulösen. Ich bin mir sicher, die Herren des Dollars suchen hierfür bereits ein Opfer.
Daher möchte ich darauf hinweisen, daß solche Yuan-Geschäfte und Swaps auf höherer Ebene vereinbahrt wurden und nicht nur in Frankfurt vereinbart wurden, sondern auch in LONDON!

Warum diese Renmimbi-Geschichte so zentral ist, habe ich als Punkt c) zu diversen Kommentaren angefügt, wo es um die Gründe geht, warum die USA die Ukraine-Krise verursacht haben und weiterhin anheizen:

a) Spaltung Europas (von Rußland)
b) Kontrolle Europas (durch Energie) und Schwächung Rußlands (durch Verlust von Export-Erlösen)

c.) Finanzkrieg („the Big Picture“)
Ähnlich wie in Europa/Rußland gehen die US-Strategen derzeit übrigens auch in Asien vor mit China in der Rolle Rußlands gegen das derzeit Japan, Taiwan, Indonesien etc. aufgehetzt werden, indem alte, lange ruhende, Besitzrechtsstreitigkeiten über Inseln hochgepuscht werden.
Zufällig sind darüberhinaus die Amerikaner auch dort dabei ein "transpazifisches Freihandels-Abkommen" durchzudrücken - und zwar Ex-China natürlich.

Das Ganze geschieht vor dem Hintergrund eines gerade ablaufenden Finanzkrieges um den Dollar.

Die Ukraine ist ein Baustein im Finanzkrieg der US-Finanzelite gegen den Rest der Welt. Es geht für diese um ihr Überleben!
Rußland und China sind nämlich gerade dabei den Dollar als Welttransferwährung anzugreifen, indem sie künftige wechselseitigen Handel miteinander und mit Drittstaaten in Nichtdollar-Währung abwickeln. Das ist, wie verschiedene Regierungen angefangen mit Saddam Hussein mittlerweile erfahren haben, absolut tödlich.

Rußland und China sind aber andere Kaliber und sie haben in vielen Entwicklungsländern (und nicht nur dort) mittlerweile Bündnispartner.

Account gelöscht!

09.05.2014, 18:17 Uhr

Ob die neue Leitwährung nun besser wäre, weiss man nicht. Es freut mich aber zu hören, dass es dem Dollar an den Kragen geht und einmal etwas Gegenwind für die Räuber aus Übersee weht.

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