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28.01.2005

08:24 Uhr

Devisenspekulationen ließen den Yen steigen

Schwacher Ausblick von Kyocera zieht Börse Tokio ins Minus

Enttäuschende Quartalsberichte von Firmen wie Kyocera haben die Börsen in Tokio am Freitag ins Minus gedrückt. Mit Sorge sahen einige Anleger den Quartalszahlen großer Unternehmen wie Canon, Fujitsu, NTT DoCoMo und Honda Motor entgegen.

HB TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verlor 0,18 Prozent auf 11 320 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gab um 0,11 Prozent nach auf 1140 Zähler. Händler sagten, die Prognosesenkung des Elektronikkonzerns Kyocera vom Donnerstag belaste den gesamten Markt. Das Unternehmen hatte nach einem Gewinnrückgang im Quartal seine Jahresprognose reduziert und auf die schwache Nachfrage nach elektronischen Geräten und Ausrüstung verwiesen. Kyocera-Aktien gaben am Freitag um 1,74 Prozent nach.

Sony-Aktien fielen um 0,26 Prozent. Das Unternehmen hatte am Donnerstag einen Gewinnrückgang im dritten Quartal um 13 Prozent berichtet. Die Ergebnisse waren für Anleger allerdings wenig überraschend, da der Unterhaltungselektronik- Hersteller bereits zuvor vorläufige Zahlen mitgeteilt und seine Jahresprognose gesenkt hatte.

Spekulationen über die chinesische Devisenpolitik sorgten zeitweise für einen Anstieg des Yen-Kurses. Ein führender chinesischer Volkswirt hatte am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos gesagt, die Zeit sei reif für China, zu einem flexibleren Wechselkurssystem zu kommen. „Der Markt reagiert auf jeden kleinen Kommentar zur chinesischen Währung in diese und jene Richtung, aber das meiste davon ist reiner Lärm“, sagte Ko Haruki von HSBC in Tokio. „China wird sich bewegen, wenn es sich bewegen will und bis dahin wäre es meiner Ansicht nach klug, sich auf die wichtigen US-Basisdaten zu konzentrieren, wie das anstehende BIP, das die Macht hat, den Dollar zu stützen“, fügte er hinzu.

Der Dollar sank nach den Äußerungen bis auf 102,37 Yen, erholte sich aber im Verlauf wieder auf rund 103,20 Yen. Ein Vertreter der chinesischen Zentralbank stellte später klar, die Haltung Chinas in der Devisenpolitik habe sich nicht geändert. Der Euro notierte in Fernost mit knapp 1,3036 Dollar. Die Feinunze Gold wurde mit 426,40 Dollar gehandelt. Der Preis für ein Barrel (rund 159 Liter) leichtes US-Öl lag knapp unter 50 Dollar.

An der Wall Street hatte der Dow-Jones-Index der Standardwerte den Handel 0,3 Prozent niedriger bei rund 10.467 Zählern verlassen. Der breiter gefasste S&P-500-Index zog um 0,04 Prozent auf etwa 1174 Zähler an. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,05 Prozent auf rund 2047 Punkte zu.

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