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13.03.2018

21:52 Uhr

Dow Jones, S&P 500, Nasdaq

Trübe Stimmung an der Wall Street

Gewinnmitnahmen und die Entlassung von US-Außenminister Tillerson belasten den Handel an der New Yorker Börse. Dow Jones & Co. notieren leichter.

Wie der Handel an der Wall Street lief

Börse in Sorge – kommen jetzt noch mehr Strafzölle?

Wie der Handel an der Wall Street lief: Börse in Sorge – kommen jetzt noch mehr Strafzölle?

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New YorkDer Rauswurf von Außenminister Rex Tillerson durch US-Präsident Donald Trump hat die Wall Street am Dienstag belastet. Tillersons Nachfolger Mike Pompeo sei in Fragen des Handels und der Außenpolitik ein harter Hund, sagte der Börsenexperte Jim Awad von Hartland & Co in New York. „Es gibt nun niemanden, der eine ausgleichende Wirkung auf Trump hat.“

Der Dow-Jones-Index schloss 0,7 Prozent tiefer bei 25.007 Punkten. Zum Handelsschluss in Frankfurt hatte er nur knapp im roten Bereich gelegen und war dann bis auf 24.947 Stellen abgesackt. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,6 Prozent auf 2765 Zähler nach, der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor rund ein Prozent auf 7511 Stellen. In Frankfurt hatte der Dax 1,6 Prozent tiefer geschlossen.

An den New Yorker Börse machten Anleger bei den in diesem Jahr bislang starken Technologiewerten Kasse. So verloren Microsoft 2,5 Prozent, Google 2,2 und Facebook 1,5 Prozent. Der US-Unter-Index für Tech-Aktien hatte 2018 bereits rund elf Prozent zugelegt und damit mehr als jeder andere Branchen-Index. Nun gebe es Gewinnmitnahmen, die allerdings nur kurze Zeit anhalten sollten, sagte Ken Polcari von O'Neil Securities in New York.

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Im frühen Handel hatten die Kurse noch zugelegt. Börsianer hatten sich erleichtert gezeigt, dass die gute US-Konjunktur und die niedrige Arbeitslosigkeit bislang nicht in einen starken Inflationsdruck mündet. Die Verbraucherpreise kletterten im Februar um 2,2 Prozent. Ohne die stark schwankenden Preise für Energie und Lebensmittel waren es 1,8 Prozent. Experten zufolge spricht das dafür, dass die Notenbank Fed ihren Leitzins in diesem Jahr nur drei Mal anheben wird.

Bei den Unternehmen standen Qualcomm und Broadcom im Fokus, nachdem Trump die 117 Milliarden Dollar schwere Fusion der beiden Chip-Hersteller blockiert hat. Qualcomm-Aktien fielen um knapp fünf Prozent, Broadcom gaben 0,6 Prozent nach.

Unter Druck standen erneut General Electric, die 4,4 Prozent auf 14,43 Dollar verloren. Vor einem Jahr hatten sie noch mehr als das Doppelte gekostet. Die Bank JP Morgan hatte am Dienstag ihre Verkaufsempfehlung für die Aktie bekräftigt und das Kursziel von 14 auf elf Dollar gesenkt. Die Analysten begründeten dies unter anderem damit, dass GE in einem volatilen Marktumfeld „keine sichere Anlage“ sei.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 780 Millionen Aktien den Besitzer. 1174 Werte legten zu, 1735 gaben nach und 128 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,43 Milliarden Aktien 1057 im Plus, 1854 im Minus und 221 unverändert.

US-Staatsanleihen legten zu. Die zehnjährigen Bonds verbesserten sich um 6/32 auf 99-05/32. Sie rentierten mit 2,847 Prozent. Die 30-Jährigen kletterten um 18/32 auf 98-01/32 und hatten eine Rendite von 3,101 Prozent.

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Von

rtr

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