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12.06.2018

23:48 Uhr

Dow Jones, S&P 500, Nasdaq

Wall Street reagiert gelassen auf Trump-Kim-Gipfel

Die großen US-Leitindizes bewegten sich am Dienstag nur schwach. Dafür rückten die Beratungen der Fed immer stärker in den Mittelpunkt.

Wall Street zusammengefasst

„Keine Zinserhöhung wäre ein Wunder“

Wall Street zusammengefasst: „Keine Zinserhöhung wäre ein Wunder“

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New YorkRelativ unbeeindruckt haben sich die New Yorker Börsen vom Gipfel von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un gezeigt. Die Anleger gingen am Dienstag rasch wieder zur Tagesordnung über. „Jede Deeskalation ist gut“, sagte Fondsmanager Ian Ormiston vom Vermögensverwalter Old Mutual.

Die Lage sei deutlich besser als nach Trumps „Feuer und Zorn“-Rede im vergangenen Jahr. Mehr Besorgnis errege momentan der Handelsstreit. „Jede Eskalation hier könnte wirtschaftliche Einbußen für alle bedeuten.“ Trump hatte zuletzt seine Unterschrift unter die Abschlusserklärung des G7-Treffens der führenden Industrienationen zurückgezogen und US-Handelspartner scharf kritisiert.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte trat zuletzt bei 25.320 Punkten in etwa auf der Stelle. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,2 Prozent auf 2786 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,6 Prozent auf 7703 Punkte.

Dax 06.06.2018: Dax hält sich mühsam im Plus

Dax 06.06.2018

Dax hält sich mühsam im Plus

Deutsche Aktienanleger zeigten am Mittwoch wenig Kauflaune. Zum Börsenschluss liegt der deutsche Leitindex dennoch leicht im Plus.

Bei ihrem historischen Treffen in Singapur vereinbarten Trump und Kim den Abbau sämtlicher Atomwaffen auf der koreanischen Halbinsel. Im Gegenzug garantieren die USA für die Sicherheit des abgeschotteten Landes. „Das Treffen hat viel positive Symbolik produziert, aber wenig Substanz“, kritisierte Adam Cole, Chef-Anlagestratege für Devisen bei der Investmentbank RBC Capital Markets.

Auch Stewart Jackson, Politikprofessor an der Universität in Sydney warnte vor überzogenen Erwartungen. „Das ist ein erster Schritt, aber es gibt noch so viele unbekannte Faktoren und wenige Details.“

Gleichzeitig rückten die Beratungen der US-Notenbank Fed immer stärker in den Mittelpunkt. Eine Anhebung des Leitzinses um einen Viertelpunkt auf die dann neue Spanne von 1,75 bis zwei Prozent gilt als sicher.

Dank der robusten US-Konjunktur könnte die Fed am Mittwoch für das restliche Jahr zwei weitere statt wie bislang einen zusätzlichen Schritt signalisieren, sagte Fondsmanager Herve Chatot vom Vermögensverwalter La Francaise. Sollte Fed-Chef Jerome Powell für 2019 ebenfalls raschere Zinserhöhungen andeuten, müsse mit kräftigen Kursreaktionen gerechnet werden.

Am Dienstag zogen die Titel von Urban Outfitters um 1,9 Prozent auf 47,90 Dollar an. Der Modefirma zufolge wuchsen die Umsätze im zweiten Quartal bislang um etwa 15 Prozent. Laut den Analysten der Bank JP Morgan lag das Plus über ihren Erwartungen. Sie hoben ihr Kursziel um drei auf 51 Dollar an.

Zu den größten Gewinnern an der Wall Street gehörte Ballad. Die in den USA notierten Aktien des kanadischen Anbieters von Brennstoffzellen stiegen dank eines verlängerten Liefervertrags mit Audi um gut sechs Prozent.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Wall Street trotz globaler Ungewissheiten im Plus

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Tesla-Aktien stiegen 3,2 Prozent. Der Elektroautobauer will seine Belegschaft um neun Prozent verkleinern. Mit dem Stellenabbau sollten Kosten gespart werden, teilte Konzernchef Elon Musk über Twitter mit. Twitter-Anteilsscheine sprangen fünf Prozent in die Höhe. JP Morgan hatte zuvor das Kursziel erhöht.

Dax und EuroStoxx50 konnten ihre Eröffnungsgewinne nicht halten und lagen am Abend jeweils kaum verändert bei 12.842 und 3475 Punkten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 850 Millionen Aktien den Besitzer. 1645 Werte legten zu, 1675 gaben nach und 198 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,99 Milliarden Aktien 1595 im Plus, 1346 im Minus und 206 unverändert.

Die US-Kreditmärkte bewegten sich vor der Zinsentscheidung kaum. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 1/32 auf 99-8/32. Die Rendite stieg auf 2,9608 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 3/32 auf 100-21/32 und rentierte mit 3,0911 Prozent.

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rtr

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