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11.02.2012

03:16 Uhr

Downgrades

S&P stuft italienische Banken herab

Nach dem Rating-Rundumschlag in der Euro-Zone folgt nun die Herabstufung von 34 italienischen Banken. Drei Banken blieben verschont. Der italienische Ministerpräsident Monti ist optimistischer als die Bonitätswächter.

Für italienische Banken geht es abwärts. AFP

Für italienische Banken geht es abwärts.

RomDie US-Ratingagentur Standard & Poor's hat am Freitag die Bonität von 34 italienischen Banken herabgestuft. Betroffen sind unter anderem die HypoVereinsbank-Mutter UniCredit sowie Banco Popolare, Intesa Sanpaolo, Banca Nazionale del Lavoro und Mediobanca. Sie wurden auf BBB+ mit negativem Ausblick heruntergestuft. Schuld daran sei die hohe öffentliche Auslandsverschuldung, durch die die italienischen Banken weniger Spielraum zur Streckung der Kredite von Großkunden hätten, hieß es. In den kommenden fünf Jahren sei weiter mit einer schwachen Profitabilität der Geldhäuser zu rechnen, erklärten die Bonitätswächter.

Am 13. Januar hatte die Ratingagentur die Kreditwürdigkeit Italiens insgesamt um zwei Stufen herabgestuft. Das Land wird seitdem bei der langfristigen Bonität mit der Note BBB+ statt A bewertet.Nur drei italienische Banken, die von Standard & Poor's bewertet werden, behielten ihr Rating.

Der italienische Ministerpräsident Monti sagte dem US-Fernsehsender CNBC, viele italienische Banken seien bereits rekapitalisiert und weniger von der Schuldenkrise betroffen als andere europäische Geldhäuser. Wegen strengerer Bestimmungen der europäischen Bankenaufsicht und großer Bestände von italienischen Staatsanleihen müssen die wichtigsten Banken des südeuropäischen Landes bis Juni ihr Kapital massiv erhöhen.

Unter dem Druck der Finanzmärkte hatte das italienische Parlament im vergangenen Dezember den dritten Sparplan innerhalb eines halben Jahres verabschiedet. Die Verschuldung Italiens entspricht 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, das Land steuert auf eine Rezession zu. Das Programm von Regierungschef Mario Monti zur Wiederankurbelung der Wirtschaft zeigt bislang noch keine durchschlagende Wirkung.

Kommentare (4)

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Ein_komischer_Vogel

11.02.2012, 03:54 Uhr

Es handelt sich mittlerweile nicht mehr nur um einen Krieg zwischen den Kontinenten, sondern schon lange um einen Verteilungskrieg zwischen Arm und Reich, was zunehmend zur Einstellung der Teilenteignung dieser Klientel führen müssen wird. Hoffentlich zieht es dann auch endlich mal so ne feige Nuss durch!

Account gelöscht!

11.02.2012, 09:53 Uhr

Es wird doch langsam Zeit, dass die Geldgeber von S&P diesen einmal den Geldhahn zudrehen. Was da so in letzter Zeit von den Rating-Agenturen kommt, ist entweder jedem schon lange bekannt oder schlicht von Vorurteilen durchsetzter Schwachsinn. Hier wird jetzt versucht Vertrauen zurückzugewinnen, das 2008 verloren wurde. Der Versuch ist aber untauglich.

so-ist-es

11.02.2012, 10:24 Uhr

die situation ist vergleichbar mit dem vergangenen tausendjährigen reich. an allen fronten findet ein katastrophaler rückzug statt,- aber ein Monti verkündet den endsieg.

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