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20.11.2012

13:15 Uhr

„Elite Report“ 2013

Bei wem das Geld in guten Händen ist

VonAnke Rezmer

Geld anlegen in Zeiten von Niedrigzinsen ist eine Kunst, die nur wenige beherrschen. Die meisten Vermögensverwalter gefährden das Vermögen. Wir verraten Ihnen, welche wirklich ihr Geld wert sind.

Blick in den Festsaal: Das Handelsblatt und Elite Report küren die besten Vermögensverwalter. Quirin Leppert

Blick in den Festsaal: Das Handelsblatt und Elite Report küren die besten Vermögensverwalter.

MünchenZwischen Maronensüppchen, Wachtelbrust und Rehrücken lässt es sich vortrefflich munkeln, fachsimpeln und lästern. Die feine Branche der Vermögensverwalter hat sich am Montagabend in München getroffen. Die Besten erhielten eine Auszeichnung, doch die Branche musste sich auch scharfe Kritik anhören. Zum zehnten Mal hat das unabhängige Fachmagazin „Elite Report“ Strategie und Erfolg der Verwalter unter die Lupe genommen.

Insgesamt wurden 383 Verwalter im deutschsprachigen Raum untersucht. Nur jeder Neunte wurde als empfehlenswert betitelt. Im vergangenen Jahr war es noch jeder Siebte. Die Qualität der Vermögensverwalter ist gegenüber dem Vorjahr „klar zurückgegangen“, resümiert Hans-Kaspar von Schönfels, Gründer und Herausgeber des „Elite Report“.

Elite der Vermögensverwalter

Auszeichnung des „Elite-Report“

Das Fachmagazin „Elite Report“ hat 44 Vermögensverwalter des deutschsprachigen Raums ausgezeichnet. Die Bewertung erfolgte nach Punkten in mehreren, unterschiedlich gewichteten Kategorien. Ein „Summa cum laude“ gab es von 490 bis 570 Punkten, „Magna cum laude“ ab 430 Punkten, „Cum laude“ ab 370 Punkten und „Satis bene“ ab 370 Punkten.

Summa cum laude

Diese Vermögensverwalter wurden mit „Summa cum laude“ ausgezeichnet (Reihenfolge alphabetisch):

Bankhaus Herzogpark, Bankhaus Jungholz (Österreich, Schweiz), Basler Kantonalbank (Schweiz), Berenberg Bank (Deutschland und Schweiz), Bestadvice Private Vermögen, Bethmann Bank, BHF-Bank (Deutschland und Schweiz), Bremer Landesbank, Centrum Bank (Liechtenstein und Schweiz), DJE Kapital (Deutschland, Schweiz und Luxemburg), Donner & Reuschel, Fiduka Depotverwaltung, Fürst Fugger Privatbank, Grossbötzl, Schmitz & Partner, Haspa Hamburger Sparkasse, HSBC Trinkaus & Burkhardt, Huber, Reuss & Kollegen, Hypo Landesbank Vorarlberg (Österreich), LGT Bank in Liechtenstein (Liechtenstein, Schweiz und Österreich), Maerki Baumann & Co. (Schweiz), Merck Finck & Co., Metzler seel. Sohn & Co., Pictet & Cie. (Deutschland und Schweiz), PSM Vermögensverwaltung, Sal. Oppenheim jr. & Cie., Schoellerbank (Österreich), Volksbank Vorarlberg (Österreich, Schweiz und Liechtenstein), Weberbank, Wergen & Partner (Schweiz), Wilhelm von Finck DFO.

Wenn nicht anders angegeben, handelt es sich um Vermögensverwalter mit Sitz in Deutschland.

Magna cum laude

Diese Vermögensverwalte wurden mit „Magna cum laude“ ausgezeichnet (Reihenfolge alphabetisch):

Bank Sarasin (Schweiz), Bank Schilling, Bankhaus Lampe, Fürstlich Castell’sche Bank, Lombard Odier & Cie. (Schweiz), M. M. Warburg, Südwestbank, Value-Holdings, V.M.Z. - Dr. M.C. Zschaber.

Wenn nicht anders angegeben, handelt es sich um Vermögensverwalter mit Sitz in Deutschland.

Cum laude

Diese Vermögensverwalter wurden mit „Cum laude“ ausgezeichnet (Reihenfolge alphabetisch):

Bank Julius Bär (Schweiz), Bank Syz & Co. (Schweiz), Raiffeisenverband Salzburg (Österreich), UBS.

Wenn nicht anders angegeben, handelt es sich um Vermögensverwalter mit Sitz in Deutschland.

Satis bene

Dieser Vermögensverwalter wurde mit „Satis bene“ ausgezeichnet:

Tiroler Sparkasse (Österreich).

Immerhin steigerten die Verwalter in den vergangenen bewegten zwölf Monaten das Vermögen ihrer Kunden im Schnitt um 5,5 bis 6,5 Prozent. Doch immer mehr Häuser schnitten sich angesichts sinkender Margen im Umfeld niedriger Kapitalmarktzinsen mehr von der Depotrendite ab. Ein Großteil der analysierten Banken „gefährdet Kundenvermögen“, empört sich von Schönfels, indem vor allem Provisionen kassiert würden.

Die Zeiten bleiben schwierig für die Branche: Zwar sorgen die Aktienmärkte für Laune seit EZB-Präsident Mario Draghi im Sommer Entwarnung für die Liquiditätsnöte der Euro-Staaten gegeben hat. Doch private Anleger verschanzen sich weiterhin in vermeintlich sicheren Anlagen wie Tagesgeld. Das lastet auf den Margen der Geldmanager, denn in Zeiten extrem niedriger Zinsen und Renditen wollen Anleger nicht viel Gebühren für die Vermögensverwaltung zahlen.

Was aus 1.000 Euro in zehn Jahren wurde

Deutscher Aktienindex (Dax)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren: +88,8 Prozent (ohne Dividenden)

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.888 Euro

Dow Jones

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +52,7 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.527 Euro

EuroStoxx 50

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +31,3 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.313 Euro

Nikkei

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,1 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1101 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai B-Index)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,3 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.103 Euro

MSCI Emerging Markets

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +228 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.285 Euro

Gold

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +314 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 4.142 Euro

Silber

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +428 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 5.275 Euro

Öl

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +221 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.205 Euro

Weizen

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +92 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.916 Euro

Kaffee

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +151 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 2.509 Euro

Staatsanleihen (Rexp)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +67 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.666 Euro

Unternehmensanleihen (Citigroup World BIG Corporate Index)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +56 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.559 Euro

Sparbuch

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.095,90 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 0,92 Prozent (Spareckzins)

Tagesgeld

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.209 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 1,92 Prozent

Festgeld

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.266 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 2,39 Prozent

An den Anlageerfolg gekoppelte Gebührenmodelle könnten sich nun durchsetzen, meint ein Banker - und wenn diese Gebühren ihrem Namen wirklich gerecht würden, dann machten sie auch endlich mal den Geldmanagern mit schwachen Renditen Beine, sagt er. Ansonsten müssten die Banken im Privatkundengeschäft eben noch Kosten einsparen, sprich Leute entlassen – da werde man noch einiges sehen in der Branche, meint ein hochrangiger Privatbanker und verweist schnell darauf, das in seinem Haus alles erledigt sei.

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

20.11.2012, 13:33 Uhr

Bei wem mein Geld in guten Händen ist ??

Bei MIR, und NUR DA !!!!!

Andre

20.11.2012, 14:00 Uhr

genau so ist es !

Blutsaugern aller Art - Staaten , Banken , Vermögensverwalter ( in dieser Reihenfolge )-
muss nachhaltig das Wasser abgegraben werden.

mandrose

20.11.2012, 14:09 Uhr

soetwas "Elite" zu nennen grenzt ja schon an Frechheit....

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