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11.08.2014

09:05 Uhr

Emission

Luxemburg plant besondere Staatsanleihe

Finanzwirtschaft im Sinne des Koran: Luxemburg will eine Sukuk-Anleihe emittieren, die im Einklang mit dem Islam steht. Auf dieses Weise will das zweite nicht-islamische Land auf einem Milliardenmarkt mitmischen.

Luxemburg könnte das zweite nicht-islamische Land werden, das in diesem Jahr mit islamischem Recht in Einklang stehende Anleihen begibt. dpa

Luxemburg könnte das zweite nicht-islamische Land werden, das in diesem Jahr mit islamischem Recht in Einklang stehende Anleihen begibt.

Luxemburg könnte das zweite nicht-islamische Land werden, das in diesem Jahr mit islamischem Recht in Einklang stehende Anleihen begibt. Das Großherzogtum plant über die kommenden beiden Monate Präsentationen für Investoren in Großbritannien, Malaysia, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar, hieß es in einer am Donnerstag per E-Mail verbreiteten Ankündigung. Einzelheiten über die Währung oder die Laufzeit der Sukuks enthielt die Mitteilung nicht.

„Ich wäre nicht überrascht über solide Nachfrage“ nach der luxemburgischen Emission, sagte Ahmed Shehada von NBAD Securities LLC in Dubai, in einem Telefoninterview am Samstag. Interesse sei am ehesten von „staatlichen oder quasi-staatlichen“ Investoren zu erwarten, sagte Shehada. Die stärkste Nachfrage sieht er in Asien, während der Nahe Osten 30 bis 40 Prozent der Emission zeichnen werde. Malaysia ist der weltweit größte Sukuk-Markt.

Großbritannien brachte am 25. Juni islamische Bonds im Volumen von 200 Millionen Pfund an den Markt. Luxemburg verspricht sich von der Platzierung eine Diversifizierung seiner Finanzierungsquellen und seiner Investorenbasis.

Kommentare (1)

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Herr Manfred Zimmer

11.08.2014, 09:49 Uhr

Weshalb nicht?

Draghi-Bonds ohne Zins sind voll in der Linie des Islams. Und wenn Luxemburg auch noch den Mittelzufluss dazu benutzt den eigenen Haftungsanteil bei der EZB und beim ESM nach deren Leistungsfähigkeit zu erhöhen, dann wird es niemanden geben, der sie zurückhält.

War es etwa die einzige Strategie Draghis Europa näher an den Islam heranzuführen? Man könnte darauf schließen.

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