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29.10.2014

14:25 Uhr

Ende des Haushaltstreits

Anleger mit Run auf italienische und französische Bonds

Kaum ist der Haushaltsastreit beigelegt, treibt es die Anleger in italienische und französische Bonds. Der Markt scheint es also gut mit den Ländern zu meinen, die weitere Einsparungen angekündigt haben.

Nach dem Ende des Haushaltstreits waren am Mittwoch vor allem italienische und französische Anleihen gefragt. dpa

Nach dem Ende des Haushaltstreits waren am Mittwoch vor allem italienische und französische Anleihen gefragt.

FrankfurtDie Beilegung des Haushaltsstreits mit der EU hat die Anleger am Mittwoch in italienische und französische Bonds getrieben. Die Kurse stiegen, im Gegenzug ging die Rendite zurück. Zehnjährigen Papiere Italiens warfen 2,498 Prozent (Vortag: 2,542) Prozent, die französischen Pendants 1,262 (Vortag: 1,277) Prozent ab. Nach Zugeständnissen der Regierung in Rom und Paris billigte Wirtschaftskommissar Jyrki Katainen die Haushaltspläne.

Der Markt sei offenbar bereit, diesen Ländern eine Atempause zu gewähren, sagte DZ-Bank-Analyst Christian Lenk. Frankreich und Italien haben Probleme, die Vorgaben des Wachstums- und Stabilitätspaktes der EU einzuhalten. Dieser sieht vor, dass das Staatsdefizit nicht mehr als drei Prozent der Wirtschaftskraft eines Landes entsprechen darf. Frankreich und Italien haben nun angekündigt, mehr Geld als bisher geplant einsparen zu wollen.

Staatsanleihen: Renditen im Sinkflug

USA

Rendite (zehnjährige Anleihe): 2,61 Prozent
Renditeveränderung (in den vergangenen drei Monaten): - 17,1 Basispunkte
Quelle: Bloomberg, 10.06.2014

Deutschland

Rendite: 1,38 Prozent
Renditeveränderung: - 24,8 Basispunkte

Italien

Rendite: 2,74 Prozent
Renditeveränderung: - 62,4 Basispunkte

Spanien

Rendite: 2,57 Prozent
Renditeveränderung: - 72,9 Basispunkte

Portugal

Rendite: 3,32 Prozent
Renditeveränderung: - 110,6 Basispunkte

Irland

Rendite: 2,41 Prozent
Renditeveränderung: - 65,9 Basispunkte

Griechenland

Rendite: 5,47 Prozent
Renditeveränderung: - 132,4 Basispunkte

Frankreich

Rendite: 1,71 Prozent
Renditeveränderung: - 48,5 Basispunkte

Finnland

Rendite: 1,57 Prozent
Renditeveränderung: - 35,9 Basispunkte

Österreich

Rendite: 1,66 Prozent
Renditeveränderung: - 24,7 Basispunkte

Niederlande

Rendite: 1,60 Prozent
Renditeveränderung: - 24,6 Basispunkte

Belgien

Rendite: 1,81 Prozent
Renditeveränderung: -52,1 Basispunkte

Großbritannien

Rendite: 2,69 Prozent
Renditeveränderung: - 10,8 Basispunkte

Japan

Rendite: 0,59 Prozent
Renditeveränderung: - 2,5 Basispunkte

Schweiz

Rendite: 0,72 Prozent
Renditeveränderung: - 25,8 Basispunkte

Russland

Rendite: 4,26 Prozent
Renditeveränderung: - 89,3 Basispunkte

Türkei

Rendite: 8,67 Prozent
Renditeveränderung: - 187 Basispunkte

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Hans Glück

29.10.2014, 15:25 Uhr

Das ich nicht lache. In drei bis sechs Monaten werden wir wieder sehen, dass die Franzosen und Italiener sich wieder nicht an die Absprachen gehalten haben. Die "Verarschen" uns, dem Michel ja seit Jahren und unsere Bundeskanzlerin lässt sich das gefallen.

Account gelöscht!

29.10.2014, 19:57 Uhr

In der Tat hält sich kaum ein Land in der EWU an das, was zugesagt, verabschiedet oder Gesetz ist.

Der Euro vor allem hat aus den Mitgliedern der EWU scheinheilige Betrüger gemacht - und zwar aus allen.
Die einen betrügen die anderen Mitgliedsländer - und die anderen betrügen vor allem ihre Bürger, deren Geld derweil unbemerkt flöten geht.

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