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16.01.2006

13:58 Uhr

Entscheidung vertagt

Unsichere Zukunft der Börse Bremen

Die Schweizer Börse (SWX) will erst im März über ihre weiteren Pläne mit der im letzten Sommer erworbenen Börse Bremen befinden. „Es ist noch offen, ob wir im Alleingang oder mit einem Partner die Optionsscheinbörse betreiben werden. Entschieden ist noch nichts“, sagte ein SWX-Sprecher dem Handelsblatt.

ben/oli FRANKFURT. Die Entscheidung falle erst Ende des ersten Quartals. Die SWX wollte mit dem Kauf der Börse Bremen in das in Deutschland boomende Geschäft mit Zertifikaten und Optionsscheinen einsteigen und dazu in der Hansestadt ihr Handelssystem „Quotematch“ einsetzen. Davon ist sie aber abgerückt, auf der Website der Börse Bremen sind entsprechende Ankündigungen verschwunden. Nach Handelsblatt-Informationen hat die SWX nun vier Kostenvoranschläge bei IT-Spezialisten für ein neues Handelssystem angefordert. Dazu wollte sich der SWX-Sprecher nicht äußern, bestätigte jedoch Handelsblatt-Recherchen, nach denen die neue Optionsscheinbörse nicht wie geplant 2006, sondern frühestens 2007 an den Start gehen wird.

In Deutschland wird der börsliche Handel mit Optionsscheinen und Zertifikaten von der Börse Stuttgart und der Frankfurter Börse dominiert. Daneben existiert eine Reihe weiterer elektronischer Handelsplattformen. Experten bezweifeln, dass Anleger oder Banken großes Interesse an einer weiteren Optionsscheinbörse habe. Auch dürften die etablierten Börsen kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem neuen Konkurrenten haben. Das Hin und Her zeige, dass sich der Markteintritt für die Schweizer in Deutschland weitaus schwieriger als erwartet gestalte.

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