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27.01.2005

22:25 Uhr

Enttäuschende Quartalsergebnisse

US-Börsen schließen im Minus

Enttäuschende Quartalsergebnisse von Börsenschwergewichten wie dem Baumaschinenhersteller Caterpillar und wieder steigende Ölpreise haben am Donnerstag die Stimmung an der Wall Street verhagelt. Die US-Börsen notierten vom Start weg ins Minus.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Geschäftsverlauf zwischen einem Hoch von 10 498 und einem Tief von 10 429 Punkten. Er verließ den Handel 0,3 % niedriger mit rund 10 467 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index zog um 0,04 % auf etwa 1174 Zähler an. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,05 % auf rund 2047 Punkte zu.

"Offenbar bewegen Ab- und Höherstufungen den Markt mal in die eine und dann wieder in die andere Richtung", sagte Owen Fitzpatrick von der Deutsche Bank Private Wealth Management. So erfreuten sich die Aktien des weltgrößten Netzwerkausrüsters Cisco lebhafter Nachfrage, nachdem die Investmentbank Lehman Brothers eine positive Einschätzung des erwarteten Quartalsergebnisses vorgelegt hatte. Die Papiere gewannen daraufhin knapp 2,8 % auf 18,18 Dollar. Auch eine Höherstufung der Titel des Konsumgüterkonzerns Colgate-Palmolive durch J.P. Morgan nach einem überraschend guten Quartalsergebnis verleitete die Anleger zu Käufen. Die Papiere gewannen gut 5,6 % auf 52,69 Dollar.

Dagegen verkauften Investoren die im Dow gelisteten Caterpillar-Aktien, nachdem der Konzern mit seinem Ergebnis im vierten Quartal die Markterwartungen verfehlt hatte. Der Kurs der Titel sackte um gut fünf Prozent auf 86,52 Dollar ab. "Caterpillar setzt den Dow gewaltig unter Druck", sagte Barry Ritholtz von der Maxim Group. Die Zahlen seien zwar nicht schlecht, da aber ein großer Teil aus dem billigen Dollar resultierte, fragten sich die Anleger, wie lange das anhalten werde.

Abgestraft wurde auch der weltgrößte Paketdienst United Parcel Service, nachdem dessen Quartalsergebnis nicht die Erwartungen von Analysten erfüllt hatte. Die Papiere verloren knapp zwei Prozent auf 74,01 Dollar.

Übernahmespekulationen um AT&T regten die Fantasie der Anleger an. Der Kurs der Papiere schnellte um gut 6,2 % auf 19,60 Dollar empor. Aus mit der Situation vertrauten Kreisen hieß es, SBC Communications plane die Übernahme der ehemaligen Mutter AT&T. SBC-Aktien verloren dagegen 3,7 % auf 23,67 Dollar.

Händlern zufolge trübte ein erneuter Anstieg des US-Ölpreises, der zeitweise über die Marke von 49 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter) kletterte, die Stimmung der Investoren. Grund für die Verteuerung sei die Furcht vor Anschlägen auf irakische Ölanlagen vor der Wahl am Sonntag. Zudem sorgten sie sich, die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) könne bei ihrem Treffen am Sonntag die Förder- und Exportmengen drosseln.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,6 Mrd. Aktien den Besitzer. 1869 Werte legten zu, 1428 gaben nach und 163 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 2,07 Mrd. Aktien 1479 Werte im Plus, 1564 im Minus und 165 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 3/32 auf 100-9/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 4,212 %. Die 30-jährigen Bonds verloren 6/32 auf 110-11/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,682 %.

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