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21.12.2012

10:47 Uhr

Erhebliches Risiko

S&P stuft Zypern erneut herab

Die Lage Zyperns an den Finanzmärkten verschlechtert sich weiter. Die US-Agentur Standard & Poor's senkte das Rating des Landes direkt um zwei Stufen. Zypern hält damit nun die schlechteste Bonitätsnote im Euroraum.

Eine zyprische Ein-Euro-Münze. dapd

Eine zyprische Ein-Euro-Münze.

Standard & Poor's hat zum dritten Mal in fünf Monaten das Langzeit-Rating für Zypern gesenkt. Die Agentur verwies auf das steigende Risiko eines Zahlungsausfalls, da die kurzfristige Finanzierung des Landes “zunehmend anfällig” sei.

Die Neubewertung lautet “CCC+” gegenüber zuvor “B”, teilte S&P mit. Die vorangegangenen Abstufungen waren im August und Oktober erfolgt. Der Ausblick bleibt negativ und S&P sieht für 2013 eine “Wahrscheinlichkeit von mindestens 1:3” einer weiteren Senkung der Bonitätsnote für Zypern. Die Kurzfrist- Bewertung, die zuletzt im Januar gesenkt wurde, stufte die Agentur von “B” auf “C” herab.

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Zypern, das fünfte Mitgliedsland des Euroraums, das ein Rettungspaket beantragt hat, steht vor viel gravierenderen Haushaltsproblemen als Griechenland, sagte der luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker vergangene Woche. Die zypriotische Regierung steht wegen ihres Hilfeersuchens in Verhandlungen mit dem Euroraum sowie mit dem Internationalen Währungsfonds.

“Angesichts der abnehmenden Finanzierungsoptionen der Regierung sowie der, aus unserer Sicht, zögerlichen Haltung der Euroraum-Partner im Hinblick auf eine Beteiligung an den Kosten einer schweren Bankenkrise, ist das Risiko eines Zahlungsausfalls unserer Meinung nach beträchtlich, und es nimmt zu”, schrieb S&P.

Nach dieser jüngsten Herabstufung liegt das Langfrist- Rating Zyperns sieben Stufen unter Investment-Niveau. Es ist die schlechteste Bonitätsnote des Euroraums. Sowohl Pakistan als auch Weißrussland sind höher bewertet.

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

21.12.2012, 13:32 Uhr

Zypern auf Ramschniveau
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Wir müssen russisches Schwarzgeld reten, das ist "altarnativlos"! Und wenn der IWF außen vor bleibt, so what? Wir sind es Zypern schuldig zu zahlen! Und wir zahlen gerne! Sonst sind wir wieder die "bösen NAZIS" Und das zieht immer.

[quote]Der Fall Zypern zeigt ein grundlegendes Problem der Euro-Retter: Von dem Geld profitieren häufig die Falschen. Bei Zypern würde es zumindest teilweise an dubiose russischen Oligarchen gehen.

Zypern ist doch "systemrelevant"! Wenn Zypern fällt, kommt es zu einem "Domonoeffekt"!
UND: "Scheitert der Euro, dann scheitert Europa!" ALSO müssen wir die "Steueroase Zypern" retten!

Account gelöscht!

21.12.2012, 15:22 Uhr

Nachdem Griechenland seit einigen Tagen dank der Aufwertung seiner Bonität wieder zu den stabilen Wirtschaftskräften de Eurozone zählt, können wir uns jetzt doch problemlos Zypern leisten...
Frohe Feiertage!

PSP

21.12.2012, 16:40 Uhr

Wenn Zypern lediglich zwischen 10 und 15 % Steuern erhebt, dann nach einer Rettung durch Europa ruft, ist dies nicht nur grenzwertig, sondern schierer Schwachsinn. Nach Zypern haben sich auch viele Deutsche verzogen, die im Ruhestand sind und dem deutschen Steuersystem entfliehen wollten. Diese Kameraden (mancher würde auch sagen Ratten) dann auf diese Art und Weise faktisch noch unterstützen ist perfide. Wer nicht ausreichend Steuern erhebt darf auch nicht nach Rettung schreien.

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