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09.02.2006

14:14 Uhr

Erholungsversuch gescheitert

Euro bewegt sich im Abwärtstrend zum Dollar

VonFrederik Altmann

Die Charttechnik des Euros zum Dollar ist derzeit noch unentschieden, aber eher kritisch für die Gemeinschaftswährung.

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HAMBURG. Nach der Phase eines sehr schwachen Greenback von Anfang 2002 bei 0,86 Dollar je Euro bis Anfang 2005 mit einem Hoch bei knapp 1,37 Dollar bewegt sich der Euro nun im Abwärtstrend. In ihrem jüngsten Erholungsversuch konnte Europas Währung die fallende, exponentiell gleitende 200-Tage-Durchschnittslinie erneut nicht nachhaltig nach oben durchbrechen. Sie ist ein Indiz für die langfristige Trendrichtung - entsprechend dominiert derzeit das Abwärtsrisiko des Euros.

Fällt der Euro nun wieder stärker ab, rückt die Nackenlinie einer potenziellen Schulter-Kopf-Schulter-Formation stärker in den Fokus. Diese technisch besonders aussagekräftige Umkehrformation wird von der leicht abwärtsgerichteten horizontalen Verbindung wichtiger Bewegungsextrema seit Mitte 2003 bei gut 1,16 Dollar nach unten begrenzt. Hier liegt der charttechnisch neuralgische Punkt im Euro-Dollar. Wird diese Marke nachhaltig unterschritten, müssen Investoren mit der Vollendung der Schulter-Kopf-Schulter rechnen. Sie entsteht nach einem starken Trend, der in eine Seitwärtsbewegung übergeht und sich dann mit einer sehr dynamischen Gegenbewegung umkehrt. Innerhalb der Seitwärtsbewegung scheitert typischerweise ein erneuter Ausbruchsversuch in die Trendrichtung. Der Hochpunkt (Kopf) stellt den Scheitel der Formation dar. Wird diese Umkehrformation abgeschlossen, droht dem Euro weiteres, deutliches Abwärtspotenzial mit dem rechnerischen Kursziel 0,95 Dollar.

Ein positives Gegenszenario ergäbe sich im Chartbild des Währungspaars im Falle einer neuerlichen Trendumkehr. Hierfür müsste der Euro in einem erneuten Angriff auf den derzeitigen Abwärtstrend als erstes positives Signal über die 200-Tage-Linie klettern. Der Autor ist technischer Analyst in Frankfurt.

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