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18.11.2015

10:53 Uhr

ETFS und Anleihen

Deutsch-chinesische Börse startet

Die neue deutsch-chinesische Börse hat am Mittwochmorgen in Frankfurt mit knapp 200 Finanzprodukten in Renminbi den Handel aufgenommen.

"Uns steht noch viel Arbeit bevor." dpa

Der Vorstandsvorsitzende der Deutsche Börse AG, Carsten Kengeter:

"Uns steht noch viel Arbeit bevor."

FrankfurtAn der China Europe International Stock Exchange (CEINEX) waren zum Start am Mittwoch 181 Anleihen und 17 Indexfonds (ETFs) gelistet. Die Eröffnung sei ein wichtiger Schritt bei der Öffnung der chinesischen Finanzmärkte, sagte Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter, fügte allerdings hinzu: "Uns steht noch viel Arbeit bevor." Kengeter hat als Investmentbanker einige Zeit im Reich der Mitte gearbeitet und gab auf Mandarin den Startschuss für den Handel. "Auf gute Zusammenarbeit und gutes Gelingen!"

Die angebotenen ETFs basieren auf chinesischen Geldmarktprodukten oder Aktienindizes, beispielsweise dem Shanghaier SSE 50. Die neue Börse wolle ihr Produktangebot schrittweise ausbauen, erklärte CEINEX-Vorstand Jianhong Wu. Es könne bald auch chinesische Aktien, sogenannte d-shares, umfassen.

Konzerne aus der Volksrepublik könnten diese in Frankfurt ausgeben und über das Zweitlisting Kapital bei internationalen Investoren aufnehmen. Bei der CEINEX gibt es die Hoffnung, große chinesische Unternehmen wie PetroChina oder die Bank of China anzulocken, was der Etablierung des neuen Marktplatzes helfen würde.

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CEINEX wolle zunächst vor allem um institutionelle Investoren werben, sagte Wu. Die chinesische Politik unterstütze das Projekt und erhoffe sich davon auch Erkenntnisse für die Weiterentwicklung des Marktes im Reich der Mitte. Die Deutsche Börse hält an der CEINEX genauso wie die größte chinesische Börse Shanghai Stock Exchange (SSE) 40 Prozent, die übrigen Anteile liegen bei der China Financial Futures Exchange.

Positiv auswirken wird sich die CEINEX nach Einschätzung von Experten auf die Renminbi-Handelsplattform in Frankfurt, die von der Bank of China betrieben wird. Für Kunden, die dort ein Renminbi-Konto haben, ist es hilfreich, wenn sie ihr Geld in Deutschland auch in Finanzprodukte in der chinesischen Währung anlegen können. China wiederum treibt durch die vielfältigen Projekte die Internationalisierung seiner Währung voran und möchte erreichen, dass der Renminbi nicht nur als globale Handelswährung, sondern perspektivisch auch als Investitionswährung eingesetzt wird.

Von

rtr

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