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29.08.2012

10:07 Uhr

Euro-Krise

Die Warnung des Warren Buffett

Ein Investmentprofi aus dem Hause Buffett warnt vor Frankreich-Anleihen. Nicht besser als die italienischen Bonds seien die, sagt er. Viele Anleger zahlten einen hohen Preis dafür. Buffett hat die Bonds längst verkauft.

Warren Buffett, weltbekannter Investor, hält nichts von Frankreich-Anleihen. AFP

Warren Buffett, weltbekannter Investor, hält nichts von Frankreich-Anleihen.

LondonJohn Gilberts Worte sind nicht weniger als eine Warnung. Investoren, die statt spanischer oder italienischer Staatsanleihen auf Bonds aus Frankreich setzten, würden dafür einen einen hohen Preis zahlen, sagt der Chefanlage-Stratege von General Re-New England Asset Management, einem der Rückversicherer, der zum Firmen-Imperium des weltbekannten Investors Warren Buffett gehört.
"Frankreich ist deutlich überbewertet", schrieb er in einem Newsletter an seine Kunden Gemessen an den Risiken, die die Bonds darstellten, sollte sich Frankreich eher an den für italienische oder spanische Papiere fälligen Renditen orientieren, als an den deutschen. Ein Satz von 4,5 Prozent bis 5,0 Prozent sei eher angemessen.

Die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen ist mittlerweile auf etwa 2,1 Prozent abgesackt, verglichen mit mehr als drei Prozent am Ende des vergangenen Jahres. Die Rendite deutscher Bonds mit vergleichbarer Laufzeit fiel am Dienstag auf 1,34 Prozent, während spanische Papiere mit 6,47 Prozent und italienische mit 5,82 Prozent rentierten.
Frankreich, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, hat davon profitiert, dass Investoren Mittel auf Nachbarländern wie Spanien und Italien abgezogen haben. Gilbert rät bei Frankreich jedoch zu Vorsicht, da die Unternehmen des Landes im vergangenen Jahrzehnt an Konkurrenzfähigkeit verloren hätten. Zudem seien die Personalkosten in Frankreich höher als in Deutschland.

Diese Aktien hat Buffett im Depot

Aktien im Depot

Berkshire Hathaway, die Holding von Warren Buffett, ist verpflichtet das so genannte Formular 13F zu getätigten Investments bei der US-Börsenaufsicht einzureichen.
Die Mitteilung soll immer innerhalb von 45 Tagen nach Quartalsende erfolgen und alle in den USA gehandelten Aktien, Optionen und Wandelanleihen enthalten.
Nicht ersichtlich wird aus den Aufstellungen, in welche Papiere außerhalb der USA investiert wurde oder wie groß die Barreserven sind. Ebenfalls nicht aufgeführt in der Tabelle sind Optionen, Warrants und Anleihen.

Stand: 30.06.2014, Quelle: Pflichtmitteilung (13F) an US-Börsenaufsicht, Bloomberg

Wells Fargo

Marktwert: 24,3 Milliarden Dollar

Coca Cola

Marktwert: 16,9 Milliarden Dollar

American Express

Marktwert: 14,4 Milliarden Dollar

International Business Mach

Marktwert: 12,7 Milliarden Dollar

Wal Mart

Marktwert: 4,4 Milliarden Dollar

Procter & Gamble

Marktwert: 4,2 Milliarden Dollar

Exxon Mobil

Marktwert: 4,1 Milliarden Dollar

US Bancorp

Marktwert: 3,5 Milliarden Dollar

Moody's

Marktwert: 2,2 Milliarden Dollar

Buffett, der 81-jährige Chef von Mutter-Konzern Berkshire, hat sein Engagement in spanischen, italienischen und französischen Staatsanleihen bereits vor zwei Jahren reduziert, wie er im vergangenen Monat gegenüber CNBC erklärte. Stattdessen konzentrieren sich etwa 80 Prozent der Staatspapiere von Berkshire außerhalb der USA auf Deutschland, Großbritannien, Kanada, Australien und die Niederlande, wie aus einer Pflichtmitteilung hervorgeht.

Kommentare (10)

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Account gelöscht!

29.08.2012, 10:34 Uhr

Das Rendite-Risiko Verhältnis von Staatsanleihen stimmt generell nicht mehr. Nicht in der EUdssr, noch in USA. Grund sind die Eignriffe der EZB und FED.

Als Privatanleger würde ich die Finger von Staatsanleihen lassen. Gold, Aktien und Immobilien sind mir da lieber.

Account gelöscht!

29.08.2012, 10:58 Uhr

Was zu befürchten war und was Realisten schon wussten, wenn Sozialisten das Ruder übernehmen wird es schwierig. Die wenigen Veränderungen die Ms. Hollande durchgeführt hat, waren allesamt für die Galerie. Show ohne Effizienz. Ms. Hollande wird deprimiert sein, zu sehen, dass sein Pulver verschossen ist. Nun wird er dort weitermachen müssen wo Sarkozy aufgehört hat. Darüber ist fast ein Jahr der Untätigkeit vergangen und davor hatte Sarkozy auch schon eine lange Zeit der Einsicht in das Notwendige hinter sich gebracht. Macht zusammen mehr als 2 Jahre Untätigkeit in der der Druck der Märkte und der Druck der Straße immer noch im Hintergrund schwelt. Im Süden Europas sind erste silberne Streifen am Horizont zu sehen. In Frankreich ziehen sich Gewitter zusammen und es verdunkelt sich. Das ist schlimmer als die 5 oder 6 Schuldenländer auf dem Sünderbänkchen.
Ms. Hollande wird langsam verstehen, warum Sarkozy Schutz hinter Merkel suchte. Frankreich wird einen Herbst haben.

goldeneye

29.08.2012, 11:15 Uhr

Wenn Frankreich "seinen" Herbst hat, gibts dort nichts mehr zu lachen! Die Franzosen "agieren" ganz anders als die "sanften" Deutschen....

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