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19.03.2012

14:24 Uhr

Euro stabil

Kurse der Bundesanleihen haben sich erholt

Auch dank der guten US-Konjunktur haben sich die deutschen Bundesanleihen am Montag erholt: Die Renditen der zehnjährigen Papiere verharrten über zwei Prozent. Der Euro blieb stabil, während der Yen unter Druck geriet.

Der Bund-Future kletterte Montag um 50 Ticks auf 135,96 Punkte. fotolia

Der Bund-Future kletterte Montag um 50 Ticks auf 135,96 Punkte.

FrankfurtNach dem Ausverkauf der vorigen Woche haben sich die Kurse der deutschen Bundesanleihen am Montag etwas erholt. Der Bund-Future kletterte um 50 Ticks auf 135,96 Punkte, während die Renditen der entsprechenden zehnjährigen Anleihen nachgaben und so wieder in Richtung der Zwei-Prozent-Marke sanken. „Fundamental sieht es im Euro-Raum immer noch nicht so rosig aus“, erklärte ein Analyst.

Aus dieser Sicht dürfte einigen Anlegern der Ausverkauf der vorigen Woche zu weit gegangen sein. Auf der anderen Seite deute sich mit der Erholung der US-Konjunktur bei den US-Treasuries aber eine Trendwende an, der sich auch die Bundesanleihen nicht entziehen könnten.

Die zehnjährigen Bundesanleihen kletterten um 40 Ticks auf 99,88 Punkte, so dass die Rendite auf 2,01 Prozent von 2,06 Prozent am Freitag nachgab. Noch vor einer Woche hatten die Renditen unter 1,8 Prozent notiert. Der Anstieg am Montag sei auch eine technische Reaktion auf die Entwicklung der Vorwoche. Vor allem gute US-Konjunkturdaten hatten die Anleger aus den niedrig verzinsten Treasuries an die Aktienmärkte gelockt. „Die Anleger sind wieder bereit, ein Risiko einzugehen, das geht zulasten der Anleihen“, erklärte ein Händler.

Relativ hoch im Kurs blieben die italienischen Anleihen. Die zehnjährigen Papiere rentierten mit 4,82 Prozent etwas niedriger als am Freitag mit 4,867 Prozent. Auch die Renditen der spanischen Anleihen gaben weiter nach - wenn auch weniger stark als die italienischen. Weitgehend unverändert präsentierten sich die portugiesischen Staatspapiere. Offenbar machte die Aussage von Pimco-Chef Mohamed El-Erian wenig Eindruck, wonach Portugal als nächstes Land ins Straucheln geraten könnte. „Das ist zwar am Markt fast schon eine Konsensmeinung, aber das muss trotzdem nicht stimmen“, kommentierte ein Börsianer.

„Portugal hat freiwillig ein härteres Reformprogramm gewählt, als es der IWF und EU forderten“, wies Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt der Bremer Landesbank, die Aussagen El-Erians zurück. „Nach meiner bescheidenen Ansicht verdient Portugal Respekt und Vertrauen für die Umsetzung der Reformpolitik. Portugal verdient auch Zeit.“ Auch den Euro ficht die Kritik von El-Erian nicht an: Die Gemeinschaftswährung behauptete sich mit Kursen um 1,3160 Dollar auf dem Vorwochenschlussniveau. Zum Yen kletterte sie zeitweise auf 110,14 Yen und notierte damit so hoch wie seit Oktober nicht mehr.

Sollte die Bank of Japan ihren geldpolitischen Lockerungskurs fortsetzen, sei eine weitere Abwertung des Yen zu erwarten, sagten Händler. Der Dollar hat zum Yen schon seit einigen Tagen Boden gutgemacht. Am Montag notierte er mit 83,25 Yen leicht über dem Freitagsschluss.

Von

rtr

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