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14.11.2013

16:07 Uhr

Euro-Zone

Rendite von Bundesanleihen sinkt

Das zögerliche Wachstum in der Eurozone lässt die Renditen von Staatsanleihen sinken. Vor allem griechische Anleihen ziehen mehr Käufer an, ihre Rendite sank zuletzt auf ein für die Anleger attraktives Niveau.

Erholt sich der europäische Wirtschaftsraum, sinken auch die Renditen auf Staatsanleihen. dpa

Erholt sich der europäische Wirtschaftsraum, sinken auch die Renditen auf Staatsanleihen.

Die am Donnerstag vorgelegten BIP-Zahlen zum Wachstum in der Eurozone im dritten Quartal zeigten 0,1 Prozent Wachstum. Von der Agentur Bloomberg befragte Volkswirte hatten dies so erwartet.

Bei den deutschen Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren sank die Rendite um zwei Basispunkte auf 1,71 Prozent. Der Bund-Future rückte um 25 Basispunkte auf 141,58 Prozent vor.

Bei zehnjährigen Griechenanleihen verstärkte sich das Kaufinteresse über den Handelstag hinweg deutlich. Die Rendite der zehnjährigen Anleihen sank um elf Basispunkte auf zuletzt 8,26 Prozent. Im dritten Quartal hatte sich das Tempo des Wachstumsrückgangs beim BIP weiter verlangsamt und liegt damit auf dem tiefsten Stand seit vier Jahren. Nach Angaben des staatlichen Statistikamts in Athen betrug das Minus drei Prozent nach revidierten minus 3,7 Prozent im Vorquartal.

Die umstrittenen Staatsanleihen-Kaufprogramme der EZB

10. Mai 2010

Als die Schuldenkrise zum ersten Mal in Griechenland eskaliert, beschließt der EZB-Rat den Kauf von Staatsanleihen überschuldeter Euro-Länder. Damit wirft die EZB erstmals in ihrer Geschichte de facto die Notenpresse an, um Krisenländern zu helfen und das politische Projekt der Gemeinschaftswährung nicht zu gefährden. In der Folge kauft sie für mehr als 200 Milliarden Euro Papiere von Griechenland, Irland und Portugal.

8. August 2011

Die EZB dehnt unter dem Druck der sich verschärfenden Schuldenkrise ihre Staatsanleihen-Käufe auf Spanien und Italien aus. Zudem wird bekannt, dass der damalige Notenbankchef Jean-Claude Trichet Briefe an die Regierungschefs dieser Länder, Silvio Berlusconi und Jose Luis Zapatero, geschrieben hat, in denen er ihnen Ratschläge für eine nachhaltige Finanzpolitik und Haushaltsführung erteilt. Der Brief an Berlusconi, den auch Trichets designierter Nachfolger - Italiens Notenbankchef Mario Draghi - unterzeichnet, wird zum Politikum.

2. August 2012

Draghi, mittlerweile EZB-Präsident, kündigt angesichts der immer weiter eskalierenden Krise ein neues Anleihen-Kaufprogramm an. Wenige Tage zuvor hatte er in London völlig überraschend erklärt, die EZB werde alles tun, um den Euro zu retten. Heftiger Widerspruch kommt von Bundesbank-Chef Jens Weidmann.

6. September 2012

Der EZB-Rat beschließt das von Draghi einen Monat zuvor angekündigte Anleihe-Kaufprogramm OMT (Outright Monetary Transactions). Es ist an Bedingungen geknüpft, etwa dass ein Land, um in den Genuss der Hilfe durch die Notenpresse zu kommen, unter den permanenten Euro-Rettungsschirm ESM schlüpfen muss. Im Gegenzug erklärt sich die EZB bereit, theoretisch unbegrenzt Staatsanleihen zu kaufen. Begründet wird das Programm, das im EZB-Rat gegen den Widerstand Weidmanns durchgesetzt wurde, mit einer Störung der Geldpolitik in den 17 Euro-Ländern.

12. September 2012

Das Bundesverfassungsgericht gibt in einem Eilverfahren grünes Licht für den ESM. Das Gericht kündigt zudem an, bei der Hauptverhandlung auch die Rettungspolitik der EZB unter die Lupe zu nehmen - und damit vor allem das Anleihe-Kaufpogramm OMT.


„Die Triebfedern für die Verlangsamung sind bislang ein Anstieg der Exporte infolge des Tourismus und die rückläufigen Einfuhren angesichts der nachgebenden Binnennachfrage”, sagte Ilias Lekkos, Chefökonom bei Piraeus Bank SA in Athen. Es sei wichtig, dass die Gespräche zwischen der griechischen Regierung und der Troika rasch zu einem Abschluss gebracht werden, damit der positive Schwung im vierten Quartal erhalten bleibe, sagte Lekkos.

Zehnjährige irische Anleihen rentierten bei 3,50 Prozent – ein Renditerückgang um zwei Basispunkte gegenüber dem Vortag. Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem sagte, es sei möglich, dass beim Treffen der Finanzminister der Euro-Gruppe am Donnerstag ein Beschluss gefasst werde zur Frage des Ausstiegs Irlands aus dem Euro-Hilfsprogramm.

In den USA rentierten Treasuries mit Fälligkeit in zehn Jahren kaum verändert bei 2,72 Prozent. Marktteilnehmer warten auf die Anhörung der künftigen US-Notenbankchefin Janet Yellen vor dem Bankenausschuss im US-Senat am Berichtstag.

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