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27.01.2010

10:42 Uhr

Europa-Börsen

Bank- und Öl-Aktien unter Abgabedruck

Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte konnten zur Wochenmitte nicht an die Vortagesgewinne anknüpfen. Der Eurostoxx 50 verlor in der ersten Handelsstunde 1,83 Prozent auf 2 775 Punkte.

dpa-afx PARIS/LONDON. Die europäischen Börsen haben am Montag im frühen Handel die Kursverluste vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank weiter ausgebaut. Der Eurostoxx 50 verlor in der ersten Handelsstunde 1,83 Prozent auf 2 775,99 Punkte. Der CAC-40-Index fiel in Paris um 1,62 Prozent auf 3 745,44 Zähler und der Londoner Ftse 100 rutschte 1,32 Prozent auf 5 207,30 Punkte.

Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte konnten zur Wochenmitte nicht an die Vortagesgewinne anknüpfen. Die Anleger würden sich vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend mit Aktienkäufen zurückhalten, hieß es von Händlern. Außerdem verlor der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial Average (Djia) seit Handelsschluss in Europa am Vortag weitere 0,81 Prozent.

In der ersten Handelsstunde rutschten Aktien der spanischen Großbank Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (Bbva) nach Geschäftszahlen mit minus 5,15 Prozent auf 11,41 Euro ans Eurostoxx-Ende. Das Bankhaus meldete für das abgelaufenen Jahr wegen fauler Kredite erneut einen Gewinnrückgang. Der auf die Aktionäre entfallende Überschuss sei um 16 Prozent auf 4,2 Mrd. Euro gesunken. Grund dafür war unter anderem eine erhöhte Risikovorsorge im Kreditgeschäft.

Ähnlich starke Verluste mussten auch die Aktien des britischen Ölkonzerns Tullow Oil verkraften. Die Papiere rutschten im frühen Handel um 4,93 Prozent auf 1 156,00 Pence ab, nachdem das Unternehmen eine Aktienplatzierung mit einem Volumen von etwa einer Milliarde Pfund bekannt gab. Insgesamt platzierte Tullow Oil 80,4 Mill. neue Aktien.

Dann mussten die Aktien des französischen Halbleiterherstellers Stmicroelectronics nach der Veröffentlichung von Geschäftszahlen mit dem schwachen Markttrend ebenfalls Verluste verkraften, 1,80 Prozent auf 5,98 Euro. Das Unternehmen kehrte im vierten Quartal unerwartet deutlich in die Gewinnzone zurück. Beim Umsatz entsprach die Entwicklung in etwa den Markterwartungen.

Gegen den Trend gab es im frühen Handel hingegen erneut ein Kursfeuerwerk bei den Aktien der niederländischen Sportwagenschmiede Spyker . Diese sprangen nach der Übernahme des schwedischen Autobauers Saab 51,48 Prozent auf 5,92 Euro nach oben. Der Saab-Mutterkonzern General Motors (GM) verkauft seine Tochter für insgesamt 400 Mill. Dollar (283 Mill. Euro). Bereits in den vergangenen Handelstagen konnten Spyker-Aktien massiv zulegen. "Ich glaube nicht, dass die Aktie in großen Portfolios vertreten ist, aber es gibt wohle einige Privatanleger, die diese Geschichte feiern", sagte ein Händler.

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