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02.01.2008

13:18 Uhr

Europäische Börsen

EuroStoxx bewegt sich kaum

Die europäischen Aktienwerte sind am Mittwoch verhalten ins neue Börsenjahr gestartet. Zu den Gewinnern des Tages gehörte eine britische Bank. Gefragt waren außerdem französische Autobauer. Eine italienische Airline rutsche dagegen ab.

HB FRANKFURT. Der Dow Jones Stoxx50 der größten europäischen Börsenwerte blieb praktisch unverändert bei 3 683 Punkten. Gleichzeitig gab der EuroStoxx50 der wichtigsten börsennotierten Firmen der Euro-Zone um 0,1 Prozent auf 4 395 Zähler nach.

Anleger hielten sich in Erwartung der US-Arbeitsmarktdaten am kommenden Freitag zurück, sagte Jean-Francois Virolle, Chef-Aktienstratege bei Global Equities in Paris. "Die Leute versuchen herauszufinden, ob die US-Konjunktur in eine Rezession rutschen wird." Die Entwicklung der Beschäftigten außerhalb der US-Landwirtschaft gilt als wichtiger Indikator für die Verfassung der weltgrößten Volkswirtschaft.

"Wir stehen vor einem Jahr des Rosinen-Pickens", fügte Virolle hinzu. "Die Indizes werden sich zwar kaum bewegen, aber wir werden deutliche Unterschiede bei der Entwicklung der verschiedenen Branchen sehen: Banken werden voraussichtlich weiter unter Druck stehen, während die deutschen Exportwerte von dem starken Wachstum in einigen Teilen der Welt profitieren werden."

Zu den Gewinnern des Tages gehörten die Aktien von Alliance & Leicester. Die Titel der britischen Bank stiegen in London aufgrund von Übernahmespekulationen um bis 16 Prozent auf 751,5 Pence. Zeitungsberichten zufolge hatte die spanische Banco Santander Interesse an einem Kauf des Hypothekenfinanzierers. Allerdings seien die Gespräche wegen unterschiedlicher Preisvorstellungen abgebrochen worden. In Madrid verloren Santander -Titel 1,4 Prozent auf 14,58 Euro.

Fusionsfantasien beflügelten auch die Papiere von ADP, die sich an der Pariser Börse in der Spitze um knapp zehn Prozent auf 76,84 Euro verteuerten. Vinci hatte 3,3 Prozent der Anteile an dem französischen Flughafenbetreiber übernommen. Allerdings betonte der Baukonzern, er wolle seine Beteiligung nicht weiter aufstocken, so lange der französische Staat seinen knapp 70-prozentigen ADP -Anteil nicht reduziere. Vinci -Papiere verloren 1,9 Prozent auf 49,73 Euro.

Gefragt waren am Mittwoch außerdem die französischen Autobauer. Das Plus bei den Neuzulassungen in Frankreich lag dank eines 21,2-prozentigen Anstiegs im Dezember im Jahr 2007 bei 3,2 Prozent. Die Aktien von Peugeot und Renault stiegen um jeweils rund 1,8 Prozent auf 52,85 und 98,66 Euro.

In Mailand rutschten die Alitalia -Papiere dagegen um 2,4 Prozent auf 0,78 Euro ab. Börsianer sprachen von Gewinnmitnahmen. Am vergangenen Freitag hatten die Titel der angeschlagenen Fluggesellschaft gut acht Prozent zugelegt, nachdem die italienische Regierung angekündigt hatte, mit Air France -KLM exklusiv über den Verkauf ihres knapp 50-prozentigen Anteils verhandeln zu wollen. Die Gespräche werden voraussichtlich acht Wochen dauern. Einer mit dem Vorgang vertrauten Person zufolge bewertet die Air-France-Offerte Alitalia mit 0,35 Euro je Aktie. Die Titel der französisch-niederländischen Fluggesellschaft legten in Paris 1,8 Prozent auf 24,48 Euro zu.

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