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27.01.2011

18:42 Uhr

Europäische Börsen

Eurostoxx deutlich im Plus

Ein guter Handelstag auf dem alten Kontinent. Die wichtigsten europäischen Aktienindizes sind heute überwiegend mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Positive Impulse kamen vor allem aus den Vereinigten Staaten. Besonders begehrt: Finanzaktien.

HB LONDON. Gute Gründe für den Kauf europäischwer Aktien: Neben der bestätigten Geldpolitik der US-Notenbank Fed, die schon an der Wall Street für einen freundlichen Handelsausklang gesorgt hatte, habe die laufende Berichtssaison laut Händlern die Stimmung an den Aktienmärkten hoch gehalten. Eine am Morgen vermeldete Abstufung der Kreditwürdigkeit Japans durch die Ratingagentur Standard & Poor"s (S&P) habe die Märkte dagegen nur kurzfristig zum Auftakt belastet. "Das ist angesichts der hohen Verschuldung Japans keine größere Überraschung", so ein Börsianer.

Der Eurostoxx 50 gewann 0,74 Prozent auf 2 989 Punkte. In Paris legte der Cac 40 um 0,26 Prozent auf 4 059 Punkte zu. In London verlor der Ftse 100 hingegen 0,07 Prozent auf 5 965 Punkte.

Titel der Finanzbranche standen ganz oben in den Kurstabellen. Der Branchenindex der Versicherer legte an der Spitze um 2,32 Prozent zu, der Bankensektor konnte dahinter immerhin ein Plus von 1,41 Prozent verbuchen. Im Eurostoxx 50 belegen Intesa Sanpaolo (+4,93%) und ING (+4,38%) entsprechend die ersten Plätze.

Der Branchenindex der Einzelhändler belegte dagegen mit einem Abschlag von 1,69 Prozent den letzten Tabellenplatz. Händler machten dafür die schwache Bilanz der schwedischen Textilhandelskette Hennes & Mauritz (H & M) verantwortlich. Die stark gestiegenen Preise für Baumwolle und andere Rohstoffe hatte dem Konzern die Margen verwässert. Für das vierte Quartal hatte der Gap - und Zara-Konkurrent daher einen überraschend starken Gewinnrückgang ausgewiesen. H & M-Papiere brachen in Stockholm als schwächster Wert um 6,60 Prozent auf 213,60 Schwedische Kronen ein.

Astrazeneca und Novartis litten unter den zurückhaltenden Prognosen des Managements beider Pharmakonzerne. Die Briten wie auch die Schweizer warnten vor einem schwierigen Jahr angesichts des Auslaufens von Patenten und Preisdruck durch die US-Gesundheitsreformen. Während Astrazeneca 1,02 Prozent auf 3 118,48 Britische Pence abgaben, verloren Novartis als schwächster Wert im SMI 2,39 Prozent auf 53,15 Schweizer Franken.

Nokia gingen nach einer Berg- und Talfahrt schließlich mit einem Abschlag von 4,18 Prozent auf 7,4 742 Euro aus dem Handel. Auch hier hatte das Management vor einem schwachen Start in das neue Jahr gewarnt und damit die Aktien des finnischen Mobiltelefon-Herstellers bis auf 7,25 Euro nach unten gedrückt. Äußerungen von Konzernchef Stephen Elop in einer Telefonkonferenz am Nachmittag hatten Händlern zufolge Anlegern dann wieder etwas Mut gemacht, was die Titel sogar für kurze Zeit in die Pluszone brachte.

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