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05.01.2010

09:47 Uhr

Europäische Börsen

Eurostoxx muss Gewinne abgeben

Der Eurostoxx kann die Gewinne von gestern nicht ganz verteidigen. Anleger machen Kasse, am Vormittag liegt der europäische Leitindex leicht im Minus. Veritable Deals in der Nahrungsmittelbranche sind auch für Anleger lukrativ.

HB PARIS/LONDON. Gewinnmitnahmen haben die europäischen Aktienmärkte am Dienstag leicht ins Minus gedrückt. Händlern zufolge haben einigen Anleger nach der zuletzt erfreulichen Kursentwicklung Kasse gemacht. Abgefedert wurden die Verluste jedoch durch Aufschläge bei den Minenwerten, die einmal mehr von steigenden Rohstoffpreisen profitierten.

In der ersten Handelsstunde fiel der Eurostoxx 50 um 0,19 Prozent auf 3 012 Punkte. Am Montag hatte er noch ein Plus von 1,74 Prozent verbucht. In Paris verlor der CAC-40-Index 0,28 Prozent auf 4 002 Punkte. Der Londoner FTSE 100 sank um 0,32 Prozent auf 5 482 Zähler.

Mit Blick auf die Einzelwerte richtete sich die Aufmerksamkeit der Anleger weiter auf die Zukunft von Cadbury . Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestle will nicht in dem Übernahmepoker um den britischen Süßwarenherstellers mitmischen. Das Unternehmen hege keine Absicht, „eine formelle Übernahme-Offerte zu machen oder sich an einer Offerte zu beteiligen“. Die Aktien von Cadbury fielen daraufhin um 1,49 Prozent auf 793,00 Pence.

Unterdessen verlängerte der US-amerikanische Nahrungsmittel-Konzern Kraft die Frist des Übernahmeangebots für Cadbury. Die Aktionäre können das Angebot noch bis zum 2. Februar annehmen. Am Gesamtwert des Angebots ändere sich aber nichts. Allerdings sollen die Cadbury-Aktionäre eine höhere Barkomponente erhalten.

Auch die Titel von Nestle mussten Verluste hinnehmen. Sie sanken um 0,29 Prozent auf 50,80 Franken. Kraft Foods verkauft sein Tiefkühlpizza-Geschäft an die Schweizer. Die Transaktion muss noch von den amerikanischen und kanadischen Wettbewerbshütern genehmigt werden und soll bis Jahresende abgeschlossen werden.

Die Analysten von JPMorgan senkten indes nach der Ankündigung des unerwartet geringen Aktienrückkaufvolumens ihre Bewertung für die Nestle-Papiere auf „Underweight“. Der aktuelle Aktienkurs des Lebensmittelkonzerns biete wenig Bewertungsspielraum, schrieb Analyst Pablo Zuanic. Von den nach dem Alcon-Verkauf wieder maßgeblichen Fundamentaldaten verspricht Zuanic sich derzeit kaum Impulse für den Nestle-Aktienkurs. ING hob Nestle dagegen auf „Buy“.

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