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29.03.2011

12:23 Uhr

Europäische Union

Zinsanstieg in Portugal nicht zu bremsen

Möglicherweise ist Portugal der nächste Kandidat für den Euro-Rettungsschirm. Investoren verkauften portugiesische Anleihen und treiben damit die Rendite in die Höhe.

Möglicherweise muss auch Portugal unter den Euro-Rettungsschirm flüchten. Quelle: dpa

Möglicherweise muss auch Portugal unter den Euro-Rettungsschirm flüchten.

Frankfurt Die Unsicherheit, ob Portugal seine im April und Juni fällig werdenden Verbindlichkeiten zahlen kann, hat Investoren am Dienstag weiter umgetrieben. Sie verkauften portugiesische Anleihen und trieben die Rendite der zehnjährigen Papiere bis auf 8,238 Prozent und damit so hoch wie noch nie seit Einführung des Euro. Analysten zufolge wird es für Portugal ab einem Satz von etwa fünf Prozent schwierig, sich am Kapitalmarkt zu refinanzieren. Deshalb mehren sich die Spekulationen, dass das in einer Regierungskrise steckende Land unter den europäischen Rettungsschirm flüchten muss.

"Nach dem Präzedenzfall Irland dürfte es den Euro-Ländern dieses Mal auch leichter fallen, die mit der Aktivierung des Rettungsschirms einhergehenden Mechanismen zu implementieren", schrieb die HSH Nordbank. Ganz anders sehe es allerdings mit den dann zu vereinbarenden Sparmaßnahmen aus. Denn die portugiesische Opposition hat sich gegen weiteres Sparen gesträubt. "Nun bleibt abzuwarten, wer zum einen mit EU und IWF über die Ziele der Haushaltskonsolidierung verhandelt und zu welchen Zugeständnissen die portugiesische Seite bereit ist", so die HSH-Nordbank-Analysten. Über Neuwahlen soll am Donnerstag ein Gremium hochrangiger Politiker beraten.

Von

rtr

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