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05.04.2013

13:55 Uhr

EZB-Ankündigung

Niedrige Zinsen belasten Bundesanleihen

Die Niedrigzinspolitik der EZB hat spanischen und italienischen Staatsanleihen einen Höhenflug beschert. Die Bundesanleihen hingegen litten unter der Nachricht.

Bundesanleihen haben am Freitag schwächer notiert. Grund war die Ankündigung der EZB, die Zinsen niedrig zu halten. dpa

Bundesanleihen haben am Freitag schwächer notiert. Grund war die Ankündigung der EZB, die Zinsen niedrig zu halten.

Spanische und italienische Staatsanleihen haben am Freitag Kursgewinne verbucht. Die Bundesanleihen notierten hingegen etwas schwächer.

Rückenwind erhielten die Spanien- und Italien-Bonds von der Zusicherung des EZB-Präsidenten Mario Draghi auf der Pressekonferenz am Donnerstag, die Zinsen weiterhin niedrig zu halten. Das kurbelte die Nachfrage nach Alternativen zu Bundesanleihen an.

„Draghi hat signalisiert, dass sie bereit sind, andere Optionen zu erwägen, und in dem Sinne ist die Tür für eine weitere Lockerung weit offen”, sagte Elwin de Groot, Marktökonom bei der Rabobank Nederland in Utrecht. „Noch wichtiger ist, dass er erneut bekräftigt hat, dass die Verfahrensweise bei Zypern ein Sonderfall war. Das ist in den Augen der Investoren beruhigend, insbesondere hinsichtlich der Lage in Spanien und Italien.”

Die Ratings der Euro-Länder

Belgien

S&P Rating: AA
Ausblick: Negativ
Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Negativ
Fitch Rating: AA
Ausblick: Stabil

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Estland

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Finnland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Griechenland

S&P Rating: B-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Caa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: B
Ausblick: Stabil

Irland

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Luxemburg

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Malta

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Niederlande

S&P Rating: AA+
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Österreich

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Portugal

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BB+
Ausblick: Negativ

Slowakei

S&P Rating: A
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Slowenien

S&P Rating: A-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Negativ

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Zypern

S&P Rating: B
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Caa3

Ausblick: Negativ

Fitch Rating: B-

Ausblick: Stabil

Zehnjährige spanische Papiere rentierten bei 4,85 Prozent fünf Basispunkte niedriger. Die Rendite von zehnjährigen italienischen Anleihen fiel um acht Basispunkte auf 4,47 Prozent. Zehnjährige französische Bonds kletterten den vierten Tag infolge. Die Rendite sank auf ein Rekordtief von 1,77 Prozent.

Hingegen stieg die Rendite von Bundesanleihen gleicher Laufzeit um einen Basispunkt auf 1,25 Prozent. Am Terminmarkt notierte der Bund-Future bei 145,93 Prozent drei Basispunkte niedriger. Die Rendite von zehnjährigen US-Staatspapieren war bei 1,77 Prozent wenig verändert.

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