Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.01.2005

08:16 Uhr

Fallende Technologie-Werte lasten auf Börsen in Fernost

Börse Tokio schließt mit Minuszeichen

Nach einem Sinkflug der US-Börse Nasdaq haben auch die Technologie-Werte in Fernost nachgegeben. Die Indizes an der Tokioter börse gaben nach.

SINGAPUR. Ein trüber Quartalsausblick des südkoreanischen Unterhaltungselektronik-Riesen LG Electronics verstärkte die Tendenz, während hohe Metallpreise die Aktienkurse der australischen Bergwerksindustrie nach oben trieben. Der Euro gab weiter leicht nach und notierte bei 1,3046 Dollar nach 1,3060 Dollar im späten US-Handel. Zum Yen rutschte er auf 133,77 Yen von 134,03 Yen. Bundesfinanzminister Hans Eichel hatte sich am Vortag den vor allem an China gerichteten Forderungen angeschlossen, asiatische Regierungen sollten eine Verteuerung ihrer Währungen zulassen und damit einen größeren Anteil an den Folgen des schwachen US-Dollars schultern.

In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,11 Prozent nach auf rund 11.276 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index verlor ebenfalls 0,1 Prozent auf rund 1138 Zähler. Taiwans stark auf Technologie-Werte ausgelegter Index widerstand dagegen der schwachen Tendenz und legte um 0,2 Prozent zu, gestützt von einem Plus von knapp 1,3 Prozent bei Taiwan Semiconductor Manufacturing. Der MSCI-Index für die asiatisch-pazifischen Börsen außerhalb Japans legte - getragen von Zugewinnen in Hongkong und Australien - um knapp 0,4 Prozent zu. Die südkoreanische Börse schloss um knapp 0,9 Prozent schwächer.

Chinesisches Wachstum blieb unbeachtet

Nach einer Senkung seiner Gewinnprognose fürs Gesamtjahr sackte der Aktienkurs des japanischen Chip-Herstellers Elpida Memory zeitweise um rund 4,8 Prozent ab. Die Titel von Tokyo Electron, Advantest und Kyocera - drei der am stärksten gewichteten Unternehmen im Nikkei - gaben zwischen 1,95 und 3,09 Prozent nach. Der Aktienwert von LG Electronics wurde auch nicht davon gestützt, dass das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahresquartal in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt war und Handy-Rekordumsätze berichtete. Die fallenden Preise für Flachbildschirme hatten die Gewinne geschmälert. Der Kurs gab um mehr als vier Prozent nach. An der Wall Street hatten die Technologiewerte unter anderem unter einer enttäuschenden Ergebnisprognose des deutschen Chipherstellers Infineon gelitten.

Neue Daten zum chinesischen Wachstum schienen die regionalen Märkte dagegen nicht zu beeinflussen. Die unerwartet starke Ausweitung der Wirtschaftsleistung um 9,5 Prozent ließ vermuten, dass die Bemühungen Chinas, sein Wachstum sanft abzubremsen, weniger erfolgreich als erhofft gewesen waren. Der Preis für US-Leichtöl zur Lieferung im März gab um 20 Cent auf 48,61 Dollar je Barrel nach. Gold notierte wenig verändert bei 426,90 Dollar je Unze.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×