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27.01.2011

11:36 Uhr

Falsche Fondsprospekte

Mutmaßlicher Anlagebetrüger muss vor Gericht

Vondpa

Der deutsche Fondsmanager Helmut K. soll fast 5000 Anleger und Großbanken um fast 350 Millionen Euro geprellt haben. Jetzt muss er sich in Würzburg vor Gericht verantworten.

Die BNP Paribas gehörte auch zu den Opfern. Quelle: ap

Die BNP Paribas gehörte auch zu den Opfern.

Er soll mit Hilfe eines Schneeballsystems Tausende Anleger um Millionen geprellt haben: Vom 2. März an müssen sich der Fondsmanager Helmut K. und sein angeblicher Komplize vor dem Landgericht Würzburg verantworten. Dem 51-Jährigen wird Betrug in 35 Fällen, Urkundenfälschung in 86 Fällen sowie Steuerhinterziehung in fünf Fällen zur Last gelegt, dem zweiten Angeklagten Beihilfe zum Betrug in zwei Fällen. Das teilte das Gericht am Donnerstag mit.

Der vermeintliche Finanzexperte aus Aschaffenburg soll fast 5000 Anleger und internationale Großbanken um rund 345 Millionen Euro geprellt haben. Auf gut 630 Seiten hat die Staatsanwaltschaft ihre Vorwürfe zusammengetragen. Der Beschuldigte versprach enorme Renditen, die Anleger investierten fleißig. Eine Auszahlung des angeblichen Gewinns sei nur durch das Geld neuer Anleger möglich gewesen.

Nach Erkenntnis der Staatsanwaltschaft hat der 51-jährige K. durch falsche Angaben in Prospekten seiner Fondsgesellschaften 4924 Anleger um rund 122 Millionen Euro gebracht. Zudem soll er die britische Barclays Capital Bank und die französische BNP Paribas hinters Licht geführt haben - rund 223 Millionen Euro investierten sie in seine Fonds. Ob die Institute ihr Geld wiedersehen werden, ist ungewiss.

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