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13.08.2013

20:01 Uhr

FBI ermittelt

Betrüger ergaunern Millionen mit Penny Stocks

Dem FBI zufolge hat ein internationaler Betrügerring die Preise fast wertloser Aktien mithilfe einer Reihe von Brokern und Bankkonten in die Höhe getrieben. Zwei der Täter wurden bereits verhaftet.

Staatsanwältin Loretta Lynch am Dienstag: Zwei Mitglieder des Betrügerrings wurden bereits verhaftet. Reuters

Staatsanwältin Loretta Lynch am Dienstag: Zwei Mitglieder des Betrügerrings wurden bereits verhaftet.

New YorkEin internationaler Betrügerring hat dem FBI zufolge die Preise fast wertloser Aktien (Penny Stocks) mit einem ausgeklügelten System in die Höhe getrieben und so mehr als 140 Millionen Dollar erbeutet. Die US-Bundespolizei erklärte am Dienstag, zwei Mitglieder des Rings in den USA verhaftet zu haben. Zudem seien vier Kanadier und drei weitere US-Bürger beteiligt gewesen.

Die Täter hätten bei ihrem Komplott eine ganze Reihe von Brokern und Bankkonten genutzt und die mit sehr geringen Kursen notierenden Aktien in großer Anzahl gehandelt. Außerdem hätten die Beschuldigten von Anlegern Gebühren mit dem Versprechen kassiert, ihre illiquiden Penny Stocks zu verkaufen - ohne dies jemals zu tun.

Bei seinen Betrügereien nutzte der Ring gefälschte Pressemitteilungen, um die Nachfrage nach bestimmten Aktien zu schüren. Außerdem warben die Mitglieder weitere Helfer an, um die Kurse und Handelsvolumina zu manipulieren. Zusätzlich bewegten sie nach FBI-Angaben Broker mit Bestechung dazu, bestimmte Penny Stocks für ihre Kunden zu kaufen. Um die Anleger zu täuschen, nutzten sie zudem gefälschte Briefe, Internetseiten, Email-Konten sowie Call Center. Ein Mitglied gab sich mehrmals als Präsident verschiedener Unternehmen aus, ein anderes belog Aufsichtsbehörden und Ermittler.

Eines der Mitglieder war den Ermittlern bereits hinlänglich bekannt, weil sie 2010 gegen dessen Machenschaften vorgegangen waren. Damals hatte der Beschuldigte eine Aktiengesellschaft unter seine Kontrolle gebracht und 59 Tochtergesellschaften gegründet - mit dem einzigen Geschäftsziel, weitere Aktien zu verkaufen. 2012 musste er deshalb mehr als drei Millionen Dollar zurückzahlen und wurde unter anderem lebenslänglich vom Markt für Penny Stocks verbannt.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Rechner

13.08.2013, 22:35 Uhr

Auch in deutschen Internetportalen werden regelmäßig Pennystocks in offensichtlicher betrügerischer Absicht beworben.

Trotz meiner einschlägigen Hinweise hat die Bafin bisher nur erreichen können daß die Deutsche Börse die Zulassungsbestimmungen im ungeregelten Markt verschärft und etlichen dubiosen Emittenten die Zulassung entzogen hat.

Aktivitäten der hiesigen Strafverfolgungsbehörden in diesem Zusammenhang konnte man leider nicht beobachten.

Offensichtlich findet man es dort wichtiger Meinungsverbrechen zu verfolgen.

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