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06.09.2013

12:35 Uhr

Fernsehkonzern

Pro Sieben kommt dem Dax näher

Telegraaf kann Pro Sieben-Aktien für 394 Millionen Euro platzieren. Der Streubesitz der Aktie hat sich damit in drei Tagen um 17 Prozentpunkte erhöht. Für den Dax muss der Konzern aber wohl noch ein Jahr warten.

Pro Sieben Sat1 läuft sich warm für den Dax: Der Konzern hatte auf Betreiben von KKR und Permira Mitte August Stamm- und Vorzugsaktien zusammengelegt. Damit sind seither auch die Stämme handelbar, was dem Konzern die Chance auf eine deutlich höhere Marktkapitalisierung gibt. dapd

Pro Sieben Sat1 läuft sich warm für den Dax: Der Konzern hatte auf Betreiben von KKR und Permira Mitte August Stamm- und Vorzugsaktien zusammengelegt. Damit sind seither auch die Stämme handelbar, was dem Konzern die Chance auf eine deutlich höhere Marktkapitalisierung gibt.

FrankfurtDer Fernsehkonzern Pro Sieben Sat1 kommt dem erhofften Einzug in den deutschen Leitindex Dax näher. Zwei Tage nach dem Teilausstieg der Finanzinvestoren Permira und KKR machte der niederländische Medienkonzern Telegraaf Media seine Beteiligung an Pro Sieben Sat1 zu Geld.

Für den sechsprozentigen Anteil, der an große Investoren aus den USA und Großbritannien ging, erhielten die Niederländer 391 Millionen Euro, wie Telegraaf am Freitag mitteilte. Damit ist der für die Aufnahme in den Leitindex maßgebliche Streubesitz der ProSieben-Aktie binnen zwei Tagen von 50 Prozent auf fast zwei Drittel gestiegen.

„Pro Sieben Sat1 läuft sich damit für den Dax warm“, sagte Uwe Streich, Index-Experte der Landesbank Baden-Württemberg, der Nachrichtenagentur Reuters. Voraussichtlich muss das bisher im Nebenwerteindex MDax gelistete Unternehmen aber noch ein Jahr darauf warten.

Die größten Medienkonzerne der Welt (nach Umsatz 2012)

Comcast/NBC, LLC

48,7 Milliarden Euro

Google

39,1 Milliarden Euro

Walt Disney

32,9 Milliarden Euro

News Corp.

26,2 Milliarden Euro

Time Warner

22,4 Milliarden Euro

Viacom/CBS Corp.

22,4 Milliarden Euro

Sony Entertainment

16,8 Milliarden Euro

Bertelsmann

16,1 Milliarden Euro

Vivendi

13,3 Milliarden Euro

Dish Network Corp.

11,1 Milliarden Euro

Rang 11 bis 20

Cox Enterprises 10,6 Milliarden Euro

Thomson Reuters 10 Milliarden Euro

Rogers Comm. 9,7 Milliarden Euro

Liberty Media Corp. 9,4 Milliarden Euro

Reed Elsevier 7,5 Milliarden Euro

Pearson 7,5 Milliarden Euro

Lagardère Media 7,4 Milliarden Euro

Nippon Hoso Kyokai 6,4 Milliarden Euro

ARD 6,3 Milliarden Euro

Bloomberg 6,2 Milliarden Euro

Quelle: Unternehmen

Die Deutsche Börse hatte den Index erst in dieser Woche überprüft – und unverändert gelassen. „Auch wenn die beiden jüngsten Platzierungen früher gekommen wären, hätte ProSiebenSat.1 jetzt keine Chance gehabt“, sagte Silke Schlünsen von Close Brothers Seydler.

Der nächste reguläre Überprüfungstermin steht im September 2014 an. „Dann könnte ProSiebenSat.1 mit Metro und Brenntag um einen Platz im Dax kämpfen“, sagte Index-Expertin Schlünsen. „Aber bis dahin kann noch viel passieren“, wandte Streich ein.

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