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23.04.2014

09:08 Uhr

Finanzdienstleister

Ardian sammelt Milliarden für Dachfonds

Paukenschlag an der Börse: Ardian hat für seinen Private-Equity-Fonds zehn Milliarden Dollar eingeworben. Der französische Finazdienstleister hatte erste vor zwei Jahren mit einem Fonds acht Milliarden Dollar akquiriert.

Sicherlich nicht Ardians Wappentier: Das Sparmäleon. Der französische Finanzinvestor will mit dem neuen Fonds verstärkt investieren. obs

Sicherlich nicht Ardians Wappentier: Das Sparmäleon. Der französische Finanzinvestor will mit dem neuen Fonds verstärkt investieren.

Frankfurt am MainDer französische Finanzinvestor Ardian hat den bisher größten Private-Equity-Fonds aufgelegt, der ganze Portfolien anderer Beteiligungsgesellschaften aufkauft. Die ehemalige Axa Private Equity warb für ihre sechste Investmentplattform dieser Art zehn Milliarden Dollar (7,25 Milliarden Euro) bei Investoren ein, wie sie am Mittwoch mitteilte. Erst vor zwei Jahren hatte sie einen acht Milliarden Dollar schweren Dachfonds aufgelegt.

Zahlreiche Banken - auch in Deutschland - wollten sich von ihrem Geschäft mit Unternehmensbeteiligungen trennen, unter anderem aus regulatorischen Gründen, sagte Ardian-Manager Jan-Philipp Schmitz, der mitverantwortlich für Dachfonds-Investments im deutschsprachigen Raum ist, der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Stars unter den internationalen Aktienfonds

Internationale Wertpapierfonds

Der Deutsche Fondsverband (BVI) hat die Performance von 97 chancenorientiert aufgestellten internationalen Fonds ausgewertet. Im Schnitt bescherten sie ihren Anlegern eine Jahresrendite von 4,06 Prozent. Die Top- Performer im Überblick.

Platz 1: DWS Top Portfolio Offensiv

10-Jahres-Rendite: 17,952 Prozent

Platz 2: DJE Dividende Substanz I

10-Jahres-Rendite: 17,536 Prozent

Platz 3: Südwestbank-InterShare-Union

10-Jahres-Rendite: 17,431 Prozent

Platz 4: Gottlieb Daimler Aktienfonds DWS

10-Jahres-Rendite: 17,311 Prozent

Platz 5: UniGlobal -net-

10-Jahres-Rendite: 17,247 Prozent

15-Jahres-Rendite: 26,797 Prozent

Nach dem in den USA beschlossenen Trennbanken-System müssen sich Banken dort von ihrem Private-Equity-Geschäft auf absehbare Zeit trennen. Aber auch Versicherer, Staats- und Pensionsfonds verkauften Portfolien, um neue Beteiligungen eingehen zu können.
„Wir haben schon drei Transaktionen aus dem neuen Fonds finanziert“, sagte Schmitz. Zwei Milliarden Dollar hat Ardian dafür ausgegeben. „In Deutschland gibt es einige Versicherer, mit denen wir sprechen.“ Zuletzt hatte Ardian 2011 zusammen mit der liechtensteinischen LGT die Beteiligungen der HSH Nordbank für knapp 600 Millionen Euro übernommen, die aus dem Private-Equity-Geschäft ausgestiegen war.
Für Investoren ist das Dachfonds-Geschäft mit „gebrauchten“ Beteiligungen attraktiv, weil sie anders als im gewöhnlichen Private-Equity-Geschäft nicht bis zu zehn Jahre warten müssen, bis sich der Erfolg oder Misserfolg der Investments zeigt. Das Geld der meisten Fonds, die Emittenten wie Ardian übernehmen, steckt bereits zum größten Teil in Beteiligungen. Zudem kaufen Dachfonds-Emittenten die Portfolien meist mit Preisabschlägen. In Deutschland seien Versicherer, Versorgungswerke, Stiftungen und reiche Familienclans die größten Investoren in den neuen Fonds, sagte Schmitz.
Der französische Versicherer Axa hatte Ardian im Herbst an die Mitarbeiter der Private-Equity-Tochter verkauft, sich aber zu weiteren Investitionen in die Fonds verpflichtet. Auch bei dem neuen, sechsten Fonds ist Axa laut Ardian mit einem „signifikanten“ Anteil dabei. 40 Prozent der Anleger kommen aus Nordamerika, 21 Prozent aus dem Nahen Osten und der Golfregion

Von

rtr

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