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18.01.2005

09:35 Uhr

Finanzexperten erwarten weitere Kurssteigerungen

Telekom- und Bauwerte stützen Mexikos Börse

VonKlaus Ehringsfeld

Die Aktienkurse an der Börse Mexiko werden nach Experteneinschätzung 2005 weiter steigen, wenn auch nicht so stark wie im Rekordjahr 2004. Als Gründe werden die ökonomische Stabilität des Landes sowie das Wirtschaftswachstum genannt.

MEXIKO-STADT. In den ersten Handelswochen des neuen Jahres haben die Investoren allerdings erst einmal einen Teil ihrer Kursgewinne eingestrichen. „Wir sehen die gesunde Mitnahme von Gewinnen“, sagt Esteban Rojas, Chefanalyst des Wertpapierhauses Arka. Die Phase der Volatilität wird nach Ansicht des Experten noch einige Wochen anhalten. Mit rund 12 700 Punkten notiert der Leitindex (IPC) der Bolsa de Valores (BMV) knapp drei Prozent niedriger als zum Jahresende.

Der IPC-Index war vergangenes Jahr von einem Allzeithoch zum nächsten geeilt und hatte das Jahr mit einem Gewinn von fast 47 Prozent bei 13 067 Punkten beendet. Damit war eine Investition in Mexiko deutlich rentabler als an den anderen wichtigen Börsen Lateinamerikas wie Brasilien (9,6 Prozent), Chile (18,9) und Argentinien (20,9).

Nach Einschätzung von JP Morgan war die günstige Bonitätseinschätzung durch den Markt, ablesbar im Risikoaufschlag (Spread) für Staatsanleihen der Schlüssel zum Erfolg. Ende 2004 lag die Zinsdifferenz zwischen Staatsanleihen in Mexiko und jenen in den Vereinigten Staaten bei 163 hunderstel Prozentpunkten, nachdem sie Ende 2003 noch bei 199 Punkten gelegen hatte. Dies habe ausländisches Kapital in großem Stil angezogen, schreibt die Investmentbank. Die Ratingagenturen haben Mexiko bereits bessere Bonitätsnoten gegeben.

Die Börse ist nach Einschätzung der Analysten auch 2005 der beste Platz für Investitionen. Allerdings werde sich die Rally deutlich gebremster fortsetzen als noch im Vorjahr, sagt Damian Fraser von UBS Warburg. Zum einen werde sich das Wirtschaftswachstum Mexikos im Schatten einer Konjunkturabkühlung in den USA leicht abschwächen und die Preise für Rohstoffe wie Öl und Silber dürften leicht nachgeben, begründet Fraser seine Prognose. Zum anderen sei mit steigenden Zinsen zu rechnen. Gegen Ende des Jahres könne sich auch das Vorwahlklima negativ bemerkbar machen. In Mexiko wird im Sommer 2006 ein neuer Präsident gewählt.

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