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07.11.2012

06:24 Uhr

Finanzmärkte

Börsianer finden sich mit Obama-Sieg ab

Die Finanzmärkte richten sich auf eine neue Amtszeit von US-Präsident Barack Obama ein. Während US-Staatsanleihen zulegen können, geben Aktien-Futures und der Dollar nach. In Asien hingegen herrscht Erleichterung.

Obama gewinnt US-Präsidentschaftswahl - Aktienmärkte freundlich erwartet

Video: Obama gewinnt US-Präsidentschaftswahl - Aktienmärkte freundlich erwartet

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New York/TokioNach Prognosen mehrerer TV-Sender dürfte sich Obama in einem Kopf-an-Kopf-Rennen gegen seinen republikanischen Herausforderer und früheren Spitzenmanager Mitt Romney durchgesetzt haben, der an der Wall Street als wirtschaftsfreundlicher gilt. "Das bedeutet, dass wir mehr davon bekommen werden, was wir bislang hatten: langsames Wachstum und mehr Regulierung - und das ist für die Wirtschaft nicht förderlich", sagte Bob Gelfond von MQS Asset Management in New York. Händlern zufolge hofft der Markt, dass der Wahlsieger das Problem der sogenannten "Fiskalklippe" rasch angehen werde. Sollten sich Demokraten und Republikaner im Haushaltsstreit nicht bald einigen, drohen zum Jahreswechsel automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen in immensem Umfang, die die US-Wirtschaft in die Rezession stürzen könnten.

Doch manche Marktexperten sehen in Obamas Wiederwahl auch Vorteile. Anlagestratege Michael Jones von Riverfront Investment Group unterstrich, dass unter Obama Notenbank-Chef Ben Bernanke wohl im Amt bleiben und für eine weiterhin lockere Geldpolitik sorgen werde. Die Anleger seien gespalten. "Ich denke die Märkte werden sagen: Wir hatten noch nie so viel Angst vor der Fiskalklippe - und ist es nicht gut, dass wir für absehbarer Zeit Bernanke in der Fed haben", äußerte Jones. Romney hatte für den Fall eines Wahlsiegs angekündigt, Bernanke zu ersetzen.

Die Futures auf den US-Aktienindex S&P 500 notierten rund ein Prozent schwächer, die Kurse der amerikanischen Staatsanleihen zogen dagegen an. Der Dollar geriet deutlich unter Druck, der Euro zog an auf 1,2860 Dollar. "Obamas Sieg bedeutet, dass die quantitative Lockerung der US-Geldpolitik weitergehen wird", sagte Yuji Saito, Chef des Devisenhandels der Credit Agricole in Tokio. Die Fortsetzung der Anleihe-Käufe durch die US-Notenbank Fed lastete auf dem Dollar und stützte die Kurse der Staatspapiere. Der US-T-Bond-Future legte 78 Ticks auf 149-2/32 Punkte zu.

In Asien zeigten sich die Börsen erleichtert, dass die befürchtete Hängepartie wohl ausbleiben dürfte und sich ein Wahlsieger herausschälte. In Tokio notierte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,1 Prozent höher auf knapp 8985 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index tendierte 0,2 Prozent im Plus auf 746 Punkten. Der MSCI-Index für Aktien aus dem Asien-Pazifik-Raum mit Ausnahme Japans gewann 0,6 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (2)

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ALGOR-ythm

07.11.2012, 09:45 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Account gelöscht!

07.11.2012, 11:20 Uhr

zuerst mal herzlichen Glückwunsch dem Wahlsieger.
Habe durchgeatmet und mich gefreut, denn das Gold hat nun mehr als goldige Aussichten, da Obama sicherlich weitermacht mit dem Drucken von Dollars. Und unter Obama werden die US Staatsschulden stetig weitersteigen.
Solange nun Gold weitersteigt Dank Obama und der Euro im Verhältnis zum Dollar nicht soviel zulegt wie das Gold, da können die Goldbugs nun die Champagnerkorken knallen lassen!

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