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27.04.2015

12:57 Uhr

Fitch stuft Japan herunter

Tokio verliert Bonitätsstufe A+

Japan hat die höchste Staatsverschuldung der Welt – Tendenz weiter steigend. Nachdem Moody's bereits 2014 den Daumen gesenkt hatte, stuft nun auch die Ratingagentur Fitch die Bonität des Landes herunter.

Die Ratingagentur Fitch hat Japans Bonität herabgestuft. dpa

Verkehr in Tokio

Die Ratingagentur Fitch hat Japans Bonität herabgestuft.

TokioDas hoch verschuldete Japan ist von der Ratingagentur Fitch herabgestuft worden. Die langfristige Bonität des Fernostlandes wurde um eine Stufe auf die Note 'A' von zuvor 'A+' heruntergesetzt, wie Fitch am Montag mitteilte. Der Ausblick sei stabil. Die Agentur geht davon aus, dass die Staatsverschuldung des Landes Ende des Jahres auf 244 Prozent der Wirtschaftsleistung ansteigen wird. Dies sei bei weitem der höchste Wert aller Länder, die Fitch in Sachen Bonität unter die Lupe nimmt. Als Grund für die Herabstufung gaben die Bonitätswächter an, dass die Regierung in Tokio trotz einer verschobenen Mehrwertsteuererhöhung keine entsprechenden Haushaltskürzungen vorgenommen habe, um die Lücke auszugleichen.

Trotz des niedrigeren Ratings stuft Fitch Japan weiter als Staat mit hoher Bonität - im Fachjargon 'high investment grade' - ein. Allerdings wird das Land nunmehr in dieser Kategorie nicht mehr im oberen, sondern nur noch im mittleren Bereich geführt. Voriges Jahr hatte die Rating-Agentur Moody's den Daumen über Japan gesenkt und das Land mit der Bonitätsnote 'A1' versehen - eine Stufe über der Bewertung von Fitch.

Erster Leidträger: die japanische Währung. Der Yen geriet durch die Bekanntgabe gegenüber 13 der 16 anderen meistgehandelten Devisen unter Druck. Zum Euro war der Yen zuletzt geringfügig im Plus bei 129,25 Yen je Euro, zum Dollar gab Japans Devise 0,2 Prozent ab.

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