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30.04.2013

01:21 Uhr

Fondsgesellschaft

Blackrock erwartet EZB-Zinssenkung

ExklusivDie US-Fondsgesellschaft Blackrock erwartet, dass die EZB ihre Leitzinsen senkt, um die Euro-Krise zu bekämpfen. Außerdem rechnet sie mit Hilfen für den Mittelstand, der derzeit nur schwer an Kredite kommt.

Die US-Fondsgesellschaft Blackrock rechnet mit Zinssenkungen. Reuters

Die US-Fondsgesellschaft Blackrock rechnet mit Zinssenkungen.

FrankfurtDie US-Fondsgesellschaft Blackrock geht davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen senken wird. Die Notenbank würde damit signalisieren, dass sie "den Ernst der Lage erkannt habe“, sagte Michael Krautzberger, Leiter des Teams für europäische Anleihen bei Blackrock, in einem Interview mit dem Handelsblatt (Dienstagausgabe).

Krautzberger geht davon aus, dass nach einer Zinssenkung noch weitere Maßnahmen folgen werden. Denn in der Euro-Krise gebe es zwar Fortschritte, aber eben nicht an allen Fronten. Besonders hake es bei der Kreditvergabe an kleine und mittelständische Unternehmen, sagt Krautzberger. Dies sei „gewissermaßen unfair“.

Die EZB könnte nach Ansicht des Fondsmanagers dabei nach dem britischen Vorbild den Banken, die Mittelständlern Kredit geben, sehr günstig und umfassend Geld leihen. „Denkbar ist auch, dass die Förderbanken, wie zum Beispiel die Europäische Investitionsbank (EIB), stärker unterstützt werden“. Die EIB habe ja schon jetzt Budgets für die Mittelstandsfinanzierung, könne sie aber gar nicht ganz ausschöpfen, weil die Kreditanalyse der Unternehmen extrem aufwendig sei.

Kommentare (4)

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jargondefriaul

30.04.2013, 05:51 Uhr

Erstmals eine konkrete Anlagegesellschaft, die so eine Entscheidungserwartung äußert. Das zeigt ganz deutlich, dass Blackrock an den Zerstörungsplänen der EZB, an deren Realisierung gegenüber den Kleinsparern, direkt involviert ist!! Möglicherweise wird Blackrock nun der äußere, sichtbare und doch nicht so wahrnehmbare Arm der ersten/größten privaten Bank der USA...

Oliver

30.04.2013, 07:47 Uhr

Ich bin ja nur ein Laie, aber eine Frage hätte ich da dann och: Wieso sollte ein Zinsschritt von jetzt 0,25% zu einer Verbesserung des Europroblems, insbesondere der Kreditvergabe an klein- und mittelständische Unternehmen führen, wenn schon die bisherige Absenkung von 4,25% (in 2008) auf momentan 0,75% keinen Erfolg mit sich brachte? Könnte es vielleicht sein, dass die entsprechenden Forderungen (u. a. jetzt von Blackrock) nicht doch etwas damit zu tun haben, dass sich die Börsenspekulanten und die Banken dadurch versprechen, die eigenen Taschen noch voller zu machen? Von der kalten Enteignug der Sparer durch das abnormal niedrige Zinsniveau will ich gar nicht sprechen.

exkoelner

30.04.2013, 14:04 Uhr

Ich finde. die EZB sollte für Finanzmarkt-Spekulanten und Banken die Zinsen auf Minus 0,25% setzen, denn nach der herrschenden Zinslogik, man senkt die Leitzinsen der Zentralbank, dann fließen superleicht Massen voin Krediten an die Realwirtschaft - kriegen wir ein 2. Wirtschaftswunder!

Also auf, wer einen Kredit nimmt kriegt von der Zentralbank noch ne Prämie ... und wir kriegen noch mehr von diesen tollen Invest-Blasen wie in Spanien und Niederlande - und alle Bürger werden glücklich, bekommen viele Arbeitsplätze in der Realwirtschaft, Arbeit lohnt sich wieder ... oder etwa nicht?

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