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24.04.2014

14:08 Uhr

Frisches Geld und Wachstum

Spaniens Situation verbessert sich weiter

Historisch niedrige Zinsen ermöglichen Spanien ein positives Ergebnis an den Finanzmärkten. Das BIP legt ersten Schätzungen zufolge um 0,4 Prozent zu. Größtes Problem bleibt nach wie vor die extrem hohe Arbeitslosigkeit.

Frisches Geld und Wirtschaftswachstum: Spanien geht es besser. dpa

Frisches Geld und Wirtschaftswachstum: Spanien geht es besser.

MadridSpanien hat sich mit zehnjährigen Anleihen zu historisch niedrigen Zinsen refinanziert. Bei einer Auktion fiel die Rendite auf den Rekordtiefstand von 3,059 Prozent, wie die spanische Notenbank am Donnerstag in Madrid mitteilte.

Bei der letzten vergleichbaren Auktion am 3. April hatte sie noch bei 3,291 Prozent gelegen. Spanien platzierte zudem erfolgreich Anleihen mit Laufzeiten von drei und fünf Jahren. Auch hier gingen die Renditen weiter zurück. Insgesamt spülten die drei Versteigerungen 5,56 Milliarden Euro in die Staatskasse. Angestrebt war ein maximales Volumen von 5,5 Milliarden Euro.

Währenddessen erholt die Wirtschaft des Landes sich offenbar zusehends. Im ersten Quartal dieses Jahres legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ersten Schätzungen zufolge um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zu, wie die Zentralbank des Landes am Donnerstag mitteilte. Das wäre das höchste Wachstum seit Beginn der Krise Anfang 2008.

Die Erholung hatte im vergangenen Jahr eingesetzt, Spanien ließ die Rezession nach mehr als zwei Jahren hinter sich. Im dritten Quartal 2013 wuchs das BIP um 0,1 Prozent, im vierten Quartal dann um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.

Getragen wurde das Wachstum im ersten Quartal 2014 von einer leicht verbesserten Binnennachfrage, wie die Zentralbank mitteilte. Auch hätten die Unternehmen wieder mehr investiert.

Für das gesamte Jahr 2014 rechnet die spanische Nationalbank mit einem Wachstum von 1,2 Prozent in der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone. 2015 soll das BIP dann um 1,7 Prozent zulegen. Wirtschaftsminister Luis de Guindos hatte erst am Mittwoch seine Prognose erhöht und rechnet mit einem Wachstum "um die 1,5 Prozent" im Schnitt für die Jahre 2014 und 2015.

Die Arbeitslosigkeit allerdings bleibt laut de Guindos „erschreckend“ hoch. Die Statistikbehörde veröffentlichte am Donnerstag nach einer Veränderung der Vergleichswerte eine neue Zahl. Danach lag die Quote im ersten Quartal bei 25,73 Prozent.

Kommentare (1)

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24.04.2014, 16:33 Uhr

Und trotzdem steigen die Schulden und die Arbeitslosigkeit sinkt nicht.Was bringt dann die sogennante Wirtschaftserholung. Nichts als warme Luft. Verzweifelte Versuche etwas positives an dieser Eurorettung zu finden.

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