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23.03.2012

23:30 Uhr

Frist für Schuldenschnitt

Griechenland gibt Gläubigern etwas mehr Zeit

Der griechische Schuldenschnitt ist nur für Gläubiger abgeschlossen, die Anleihen nach griechischem Recht gekauft hatten. Für Papiere nach ausländischem Recht sollte die Umtauschfrist Freitagabend ablaufen - eigentlich

Griechenland übt sich in Geduld mit einigen Gläubigern. dapd

Griechenland übt sich in Geduld mit einigen Gläubigern.

AthenDie Frist für die Teilnahme zögernder Gläubiger an dem großen Schuldenschnitt für Griechenland ist erneut verlängert werden. Das teilte das griechische Finanzministerium an Freitag mit. Demnach haben die Gläubiger noch bis zum 4. April Zeit, ihre alten Schuldscheine im Rahmen des Schuldenschnitts umzutauschen. Betroffen sind Papiere im Wert von 28,9 Milliarden Euro.

Der wichtigste Schritt für den Schuldenschnitt war eine Frist, die am 9. März ablief. Ein Großteil der Gläubiger erklärte sich damals bereit, alte Staatsanleihen gegen neue Schuldpapiere mit einem geringeren Wert und längeren Laufzeiten von teils bis zu 30 Jahren umzutauschen. Dadurch gelang es, die griechischen Staatsschulden auf einen Schlag um rund 105 Milliarden Euro zu verringern. Die Regierung in Athen will diesen Betrag jedoch auf 107 Milliarden Euro erhöhen, indem sie auch mit den Gläubigern von weiteren acht Milliarden Euro einen Schuldenschnitt abschließt.

So werde es bestimmten Unternehmen ermöglicht, auf ihren Hauptversammlungen für die Beteiligung an dem Paket zu stimmen. Von den Schulden in Höhe von mehr als 350 Milliarden Euro befanden sich nach Angaben des Athener Finanzministeriums vor dem Schuldenschnitt 206 Milliarden Euro in der Hand privater Gläubiger.

Es handelt sich um die zweite Fristverlängerung. Griechenland „hat von Anfang an seine Kreditgeber darüber aufgeklärt, dass sein Wirtschaftsprogramm nicht beabsichtige, private Investoren auszuzahlen, die sich weigern (am Schuldenschnitt) teilzunehmen“, hieß es in einer Mitteilung des Finanzministeriums.

Mit dem Schuldenschnitt sollen die Kreditwürdigkeit Griechenlands verbessert und der langfristige Schuldenstand reduziert werden, um die Chancen für eine Sanierung der Staatsfinanzen zu erhöhen.

Kommentare (5)

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Bruno

24.03.2012, 07:49 Uhr

"Die Kreditwürdigkeit Griechenlands soll verbessert werden??"Es ist nicht zu fassen. Nach dem Zahlungsausfall ist klar, alle zukünftigen Bonds Griechenlands sind nicht das Papier wert, auf welchem sie gedruckt werden!

Mehr-Zeit-geben

24.03.2012, 08:24 Uhr

"Griechenland gibt Gläubigern mehr Zeit!"

Also wenn bisher noch Keiner gemerkt hat, wie pervers die
Euro-Welt geworden ist, dann muß er nur obigen Satz lesen.

"Ein Schuldner gibt dem Gläubiger mehr Zeit".

Vor so viel Großzügigkeit kann man nur den Hut ziehen,
und dass sich dann Griechenland zur Schuldenrückzahlung
etwas mehr Zeit, so bis ins Jahr "Unendlich", nehmen wird,
ist ja wohl auch klar.

Account gelöscht!

24.03.2012, 11:50 Uhr

PAPPERLAPAPP - GRIECHENLAND IST PLEITE!
Diese Art des internationalen Gesellschafts-Terrorismus ist natürlich außerhalb der Grenzen Griechenlands Staatsveränderung pur in allen anderen Ländern Europas.
Und luxemburgern Hehlern auch nur einen Funken Reputation zuzugestehen, reine Dummheit der europäischen Allgemeinheit.
UND NICHT WIEDER GUT ZU MACHEN.
Mit etwas geschickter Fältelung lassen sich aus dem Staatsiegel dieser Papiere Segel falten und zu einem Schiffchen vollenden, daß bei Regenwetter der Gosse ausgesetzt, verfolgt werden kann, bis es letztendlich im Gulli entschwunden ist.

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