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27.05.2014

17:22 Uhr

Fußballclubs auf dem Parkett

BVB will aufsteigen – in neue Börsenliga

Die Borussen machen als börsennotierter Fußballclub mit ihren Leistungsdaten mittelständischen Unternehmen Konkurrenz, sie haben Chancen auf Notierung im Kleinwerte-Index. Der BVB strebt am Parkett in die nächste Liga.

Er kann sich lässig zurücklehnen: BVB Chef-Manager Thomas Treß sieht seine fußballspielende AG an der Börse gut aufgestellt. Reuters

Er kann sich lässig zurücklehnen: BVB Chef-Manager Thomas Treß sieht seine fußballspielende AG an der Börse gut aufgestellt.

DüsseldorfFußballbundesligist Borussia Dortmund will 14 Jahre nach der Erstnotiz in eine höhere Börsenliga aufsteigen. Die Papiere des Vizemeisters hätten zum Monatsende die Genehmigung zum Wechsel vom General Standard in den Prime Standard erhalten, teilte der Traditionsclub am Dienstag mit. Dort gelten strengere Auflagen, zum Beispiel für die Veröffentlichung von Geschäftszahlen. Zusammen mit der Marktkapitalisierung habe der BVB damit die Voraussetzung für den Aufstieg in den Kleinwerte-Index SDax geschaffen, sagte Geschäftsführer Thomas Treß der Nachrichtenagentur Reuters. Damit gewinne die Aktie bei privaten und institutionellen Investoren an Aufmerksamkeit.

Die Chancen für einen Einzug des BVB in den Kleinwerte-Index stehen nicht schlecht. Bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes liegen die Borussen mit knapp 190 Millionen Euro auf dem Niveau des Online-Reifenhändlers Delticom. Das Index-Schlusslicht Air Berlin kommt bei diesem wichtigen Kriterium auf einen gerade einmal halb so hohen Wert. Nach Reuters-Berechnungen sieht es bei den Börsenumsätzen noch besser aus: Da lässt der BVB SDax-Schwergewichte wie den Gabelstapler-Hersteller Kion weit hinter sich.

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Mit der Halbjahresbilanz legt Borussia Dortmund erneut einen Millionengewinn vor. Im Interview verrät BVB-Geschäftsführer Thomas Treß warum er Riesentransfers weiter ablehnt – und die Aktie für unterbewertet hält.

Der BVB hatte im Jahr 2000 als erster und bislang einziger Bundesligist den Gang aufs Parkett gewagt. Die Aktie, die allerdings eher als Fanartikel gehandelt wird, rutschte sofort nach Börsenstart unter den Ausgabekurs von elf Euro. Mit der finanziellen Krise in den Jahren danach verloren die Papiere weiter an Wert und notieren aktuell - trotz finanzieller und sportlicher Erfolge - bei 3,75 Euro.

Von

rtr

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