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01.05.2012

08:42 Uhr

Gelähmte Kauflust

Tokios Börse schließt schwach

In Tokio lähmten Konjunkturdaten aus den USA und die Rezession in Spanien die Kauflust der Anleger. Zu den Verlierern gehören exportabhängige Unternehmen. Zum Handelsende notiert der Nikkei mit einem deutlichen Abschlag.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. dapd

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie Börse in Tokio hat am Dienstag in Folge negativer Vorgaben der Wall Street und einer erneuten Festigung des Yen schwach geschlossen. Nach einem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende notierte der Nikkei-Index für 225 führende Werte zum Handelsende einen deutlichen Abschlag von 169,94 Punkten oder 1,78 Prozent bei 9350,95 Punkten.

Der breit gefasste Topix büßte um 14,78 Punkte oder 1,84 Prozent auf den Endstand von 789,49 Zählern ein. Um 15.00 Uhr Ortszeit wurde der Dollar leichter mit 79,75-76 Yen gehandelt nach 80,74-75 Yen am späten Freitag. Der Euro notierte ebenfalls leichter mit 105,69-70 Yen nach 106,45-46 Yen. Zur US-Währung lag er fester bei 1,3249-51 Dollar nach 1,3183-84 Dollar am späten Freitag.

Hintergrund für die schlechte Stimmung in Tokio sind zum einen ein Bericht aus den USA, der eine sinkende Produktionsrate signalisierte. Zum anderen sorgte die Rezession in Spanien dafür, dass der Yen stärker wurde - exportabhängige Unternehmen hatten das Nachsehen.

Die Papiere von des Elektronikherstellers Sony, der mehr aus 40 Prozent seines Umsatzes in den USA und in Europa macht, sackten um 3,3 Prozent ab. Japans größte Bank, die Mitsubishi UFJ Financial Group, rutschte um 2,1 Prozent ab, nachdem die Kreditwürdigkeit Spaniens von der Ratingagentur Standard & Poor's herabgesetzt worden war.

„Der Yen hat sich über die psychologisch wichtige Marke von 80 Yen pro Dollar geschwungen, das enttäuscht die Hoffnungen der Anleger, der Yen könne sich zum Ende des Jahres schwächen“, sagte Fumiyuki Nakanishi von SMBC Friend Securities der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Die Anleger müssen jetzt ihre Strategien überdenken.“

Aktien von Sharp verloren rund acht Prozent. Der japanische Elektronikhersteller hat im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rekordverlust hinnehmen müssen. Gar um 8,8 Prozent nach unten ging es mit den Papieren von Yamada Denki. Der Verkäufer von Elektrogeräten hatte seine Gewinnprognose gekappt. Grund sind fallende Preise und das Auslaufen von staatlichen Anreizen für den Kauf von Geräten mit relativ geringem Stromverbrauch.

Kommentare (2)

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01.05.2012, 05:36 Uhr

Sehr gutt fur Japan: http://adf.ly/7apBA

Account gelöscht!

01.05.2012, 05:38 Uhr

Sehr gut fur Japan:

http://is.gd/CFupnk

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