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11.01.2011

13:24 Uhr

Geldmarkt-Emission

Investoren-Interesse an Griechenland ist ungebrochen

Das von EU und IWF vor dem Staatsbankrott bewahrte Griechenland ist für Investoren weiter attraktiv. Das Land hat erfolgreich halbjährige Geldmarktpapiere verkauft. Statt der ursprünglich geplanten 1,5 Milliarden konnten sogar 1,95 Milliarden Euro eingesammelt werden.

Investoren borgen Griechenland weiter Geld - allerdings nur kurzfristig und für knapp 5 Prozent Rendite Quelle: Reuters

Investoren borgen Griechenland weiter Geld - allerdings nur kurzfristig und für knapp 5 Prozent Rendite

HB FRANKFURT. Griechenland hat erneut frisches Geld von Investoren bekommen. Der hochverschuldete Staat hat am Dienstag bei einer Auktion Geldmarktpapieren mit sechs Monaten Laufzeit für insgesamt 1,95 Milliarden Euro emittiert. Das Interesse der Investoren war größer als erwartet. Ursprünglich sollten nur 1,5 Milliarden Euro eingesammelt werden. Insgesamt war die Emission der 26-Wochen-Papiere 3,4-fach überzeichnet. Im November lag die Nachfrage noch um das 5,15-fache über dem Angebot.

Bei der Rendte mussten die Griechen aber erneut nachlegen. Die Investoren verlangten 0,08 Prozentpunkte mehr als bei der letzten vergleichbaren Auktion im November, so dass die neuen Papiere bei der Ausgabe nun mit 4,9 Prozent rentierten.

Die Regierung in Athen leiht sich immer wieder kleinere Summen für eine kurze Laufzeit, um zu "fühlen", wie die Märkte reagieren.

Der Weg zur Genesung seiner Finanzen ist für Griechenland jedoch noch lang: Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die EU hatten im vergangenen Mai ein Rettungspaket für Griechenland auf den Weg gebracht, das insgesamt 110 Milliarden Euro über drei Jahre umfasst. Zuvor hatten Ratingagenturen griechische Staatsanleihen auf Ramschstatus abgewertet, die Rendite für 10-jährige Staatsanleihen des südeuropäischen Landes stiegen über zehn Prozent.

Kontrolleure der Europäischen Zentralbank, der EU-Kommission sowie des IWF prüfen nun in Athen laufend die Bücher. Von ihren Berichten hängt es ab, ob es weitere Finanzspritzen gibt. Die nächste Kontrolle steht für Ende Februar an. Im März hofft Athen, die nächste Tranche der Hilfe in Höhe von insgesamt 15 Milliarden Euro zu erhalten.

Kommentare (2)

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Bruno

11.01.2011, 19:18 Uhr

Prima ! Der "Rettungsschirm" (und damit im erheblichem Umfang der deutsche Steuerzahler) bietet Vollkaskoversicherungsschutz. Den fetten Gewinn können die Spekulaten nur durch Selbsttötung verhindern !

Markus

11.01.2011, 22:19 Uhr

Dann tu´s doch bruno. Kassier den fetten Gewinn einer Verzinsung von 4,9 % und kaufe griechische Anleihen. ich verstehe immer nicht dass immer alle wissen wo sie angeblich sichere Riesengewinne machen und es nicht tun. Leih Dein Geld den Griechen und heul nicht rum. Mir sind 4,9 % das Risiko nicht wert.

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