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19.01.2011

08:45 Uhr

Geldmarkt

Krisen-Staaten besorgen sich kurzfristig Geld

VonAndrea Cünnen, Gerd Höhler

Neben Belgien haben sich auch Griechenland und Spanien Liquididät besorgt – allerdings nur kurzfristig. Am Geldmarkt funktioniert die Mittelaufnahme auch in Krisenzeiten gut. Für die überschaubare Laufzeit waren Investoren bislang stets bereit, Geld zu geben.

Parthenon-Tempel in Athen: Griechenland begab Zinspapiere für 650 Mio. Euro. Quelle: dpa

Parthenon-Tempel in Athen: Griechenland begab Zinspapiere für 650 Mio. Euro.

FRANKFURT, ATHEN. Neben Belgien haben sich unter den Euro-Krisenländern auch Griechenland und Spanien Liquididät besorgt – allerdings nur kurzfristig. Am Geldmarkt, wo Zinspapiere mit Laufzeiten von bis zu anderthalb Jahren begeben werden, funktioniert die Mittelaufnahme auch in Krisenzeiten gut. Für die überschaubare Laufzeit waren Investoren bislang stets bereit, Geld zu geben.

Spanien musste für die Geldmarktpapiere über 5,5 Milliarden Euro sogar bis zu einem halben Prozentpunkt weniger zahlen als bei der Auktion im November. Die Renditen für Zwölfmonatspapiere lagen bei 2,95, die für 18-Monats-Papiere bei 3,37 Prozent. Bei Griechenland, das Zinspapiere mit drei Monaten Laufzeit über 650 Millionen Euro begab, lag die Rendite im Vergleich zur Versteigerung im November unverändert bei 4,1 Prozent.

Athener Finanzkreise bezeichneten die Auktion vor dem Hintergrund des noch andauernden Ringens der EU-Finanzminister um eine Ausweitung des Euro-Rettungsschirms als „erfolgreich“. Zuvor hatte das griechische Finanzministerium erneut betont, das Land wolle seine Schulden pünktlich zurückzahlen. Es gebe lediglich eine vorläufige Einigung, die Laufzeiten der von den Euro-Staaten und dem Internationalen Währungsfonds im vergangenen Frühjahr prinzipiell gewährten Hilfskredite von 110 Milliarden Euro zu verlängern, sagte ein Ministeriumssprecher.

Er widersprach damit dem griechischen Vize-Premier Theodoros Pangalos. Der hatte zuletzt in einer Fernsehsendung eine Verlängerung der Rückzahlungsfristen griechischer Schulden, die sich in den Händen privater Anleger befinden, vorgeschlagen.

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