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15.06.2015

08:41 Uhr

German Startups Group

Delivery-Hero-Investor geht an die Börse

VonMiriam Schröder

Die German Startups Group plant den Gang an die Börse und verspricht neues Geld für Start-ups. Die Macher glauben an das Potenzial deutscher Startups. An einigen viel versprechenden Firmen sind sie beteiligt.

Sie wissen wie es geht: Die Rocket-Internet-Macher Oliver Samwer (Mitte), Peter Kimpel (l.) und Alexander Kudling. AFP

Strahlende Vorbilder

Sie wissen wie es geht: Die Rocket-Internet-Macher Oliver Samwer (Mitte), Peter Kimpel (l.) und Alexander Kudling.

BerlinDie German Startups Group, eine Beteiligungsgesellschaft für Start-ups in Berlin, bereitet sich auf den Börsengang vor. Das sagte Geschäftsführer Christoph Gerlinger dem Handelsblatt. Gerlinger, 47, war selbst Start-up-Unternehmer, bevor er sich als Investor selbstständig machte.

Im Jahr 2000 brachte er die Softwarefirma CDV, 2006 den Computerspiele-Hersteller Frogster an die Börse. Heute hält die German Startups Group Beteiligungen an einigen der größten deutschen Start-ups, wie dem Lieferservice Delivery Hero, dem Brillenhändler Mister Spex oder der Musikplattform Soundcloud.

Mit insgesamt rund 40 Beteiligungen gehört die Gesellschaft drei Jahre nach ihrer Gründung zu den aktivsten Risikokapitalgebern in Deutschland. Das Geld, ein unterer zweistelliger Millionenbetrag, stammt von Gerlinger selbst und aus seinem privaten Umfeld. Normale Anleger hätten in Deutschland kaum Gelegenheit, in die Start-up-Szene zu investieren, sagt Gerlinger.

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Die großen Fonds seien nur für richtig Vermögende geeignet, Crowdfunding per Gesetz auf wenige Tausend Euro begrenzt. Von den Start-ups selbst sind bislang nur ganz wenige an der Börse notiert, darunter Zalando oder Windeln.de. Mit seinem Börsengang biete er allen Anlegern die Möglichkeit, am Wertzuwachs der deutschen Start-up-Szene teilzuhaben, sagt Gerlinger.

„Die Börsengänge und Milliardenexits wie die von Hybris oder Teamviewer im vergangenen Jahr haben gezeigt, wie viel Potenzial in deutschen Start-ups steckt.“ Das ist richtig, wahr ist aber auch, dass nur die wenige Gründungen jemals so richtig erfolgreich werden. Die Frage ist, wie man die Richtige findet.

Das zehn-köpfige Team der German Startups Group sichtet jährlich knapp 600 Beteiligungsopportunitäten und setzt rund 20 davon um. Infrage kommen Produkte oder Geschäftsmodelle, die innovativ sind und das Potential haben, richtig groß zu werden. „Disruptiv und skalierbar“, nennt es Gerlinger. Mindestens genauso wichtig sei das Gründer-Team. Ergänzen sich die Kompetenzen, haben sie zuvor schon einmal erfolgreich gegründet?

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