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04.01.2005

13:10 Uhr

Gex bündelt börsennotierte Familienunternehmen mit unterschiedlicher Qualität

Neuer Börsenindex Gex

Dax und Co. haben mit dem Gex ein neues Familienmitglied. Sein Börsendebüt glückte gestern mit einem Plus von einem Prozent. Der "German Entrepreneurial Index" ist ein Aktienindex für börsennotierte Familienunternehmen.

som HB DÜSSELDORF. Bedingung für die Aufnahme ist, dass die Aktien von Eigentümern geführt werden, die zwischen 25 und 75 Prozent an dem Unternehmen halten. Alle 117 Titel im Gex kommen aus dem Prime Standard, also aus dem Dax, MDax, TecDax oder SDax. Wer dort notiert, muss Quartalsberichte abliefern und Analystenkonferenzen veranstalten.

Der Erfolg börsennotierter Familienunternehmen rechtfertigt den Gex. Zurückgerechnet bis Juni 2002 erzielt er ein Plus von elf Prozent pro Jahr, während der Dax sechs Prozent zulegte. Einzig der MDax - das Segment für mittelgroße Aktien ist seit Jahren der erfolgreichste Index - entwickelte sich etwas besser.

Allerdings gewährt der Gex börsennotierten Familienunternehmen aus dem General Standard ebenso wenig Einlass wie all jenen Aktien, die länger als zehn Jahre an der Börse notieren. Deshalb bleiben prominente wie BMW und erfolgreiche wie der Schmuckhändler Bijou Brigitte, Fielmann oder Fuchs Petrolub dem neuen Index fern.

Die Technische Universität München, die zusammen mit der Deutschen Börse den Gex entwickelte, begründet die umstrittene Zehnjahresregel damit, dass dies "die stärksten Wachstumsjahre für Eigenkapital" seien und Eigentümerfamilien dann erfahrungsgemäß keine Mehrheit mehr besitzen.

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