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24.02.2012

12:13 Uhr

Griechenland-Anleihen

Anlegerschützer protestieren gegen Schuldenschnitt

Anlegerschützer wollen von der Griechenland-Umschuldung ausgenommen werden, weil sie nicht am Verhandlungstisch saßen. Sie beschweren sich per Brief bei der griechischen Regierung und dem Parlament.

Die Anleger sollen auf 53,5 Prozent des Nennwertes griechischer Anleihen verzichten. dpa

Die Anleger sollen auf 53,5 Prozent des Nennwertes griechischer Anleihen verzichten.

FrankfurtPrivatanleger sollen nach den Vorstellungen europäischer Anlegerschützer von der Umschuldung griechischer Staatsanleihen ausgenommen werden. In einem offenen Brief an den griechischen Ministerpräsidenten Lukas Papademos und Parlaments-Präsident Philippos Petsalnikos protestieren 30 Anlegerschutzvereinigungen dagegen, dass die Regierung nur mit Banken verhandelt habe, die Kleinanleger aber nicht mit an den Tisch gebeten worden seien. Sie seien nun vor vollendete Tatsachen gestellt worden, heißt es in dem Schreiben des europäischen Verbandes, das die deutsche DSW am Freitag verbreitete. Ein DSW-Sprecher sagte, Schätzungen zufolge lägen etwa ein Prozent der einbezogenen Staatsanleihen bei privaten Anlegern.

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Die Anlegervereine wehren sich dagegen, dass der Verzicht auf 53,5 Prozent des Nennwertes griechischer Anleihen allen privaten Gläubigern aufgezwungen werden soll, wenn sich zwei Drittel freiwillig daran beteiligen. „Wenn im Zusammenhang mit der Umschuldung von Freiwilligkeit die Rede ist, muss das doch zumindest für diejenigen gelten, die nicht mit am Verhandlungstisch saßen. Insbesondere dann, wenn sie nicht wie Banken oder Fonds die Möglichkeiten haben, Verluste über die Europäische Zentralbank zu sozialisieren“, sagte Marc Tüngler, der DSW-Hauptgeschäftsführer. Der Anlegerschutzverein rät Anlegern mit griechischen Papieren im Depot abzuwarten.

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Der DSW-Sprecher verwies auf die Umschuldung Argentiniens. Damals hätten Privatanleger immerhin neue Anleihen mit längerer Laufzeit und niedrigeren Zinsen bekommen. Das südamerikanische Land hatte sich vor gut zehn Jahren für zahlungsunfähig erklärt.

Im Falle Griechenlands wollen die Anlegerschützer zumindest erreichen, dass Privatanleger ihre Verluste mit den Anleihen wie Unternehmen von der Steuer absetzen dürfen, wie aus dem Brief hervorgeht. In Deutschland können Wertpapierverluste nur gegen Gewinne mit anderen Wertpapieren verrechnet werden.

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Von

rtr

Kommentare (1)

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Anlegerina

27.02.2012, 18:12 Uhr

In Deutschland wird es keine Steuerrechtsänderung für Kleinanleger-Opfer des griechischen Haircuts geben. Das sollten die Anlegerschützer doch wissen!

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