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23.02.2015

13:32 Uhr

Griechenland und die EU

Südeuropa-Bonds profitieren von Einigung

Die Einigung mit Griechenland hat Signalwirkung für die EU: Südeuropäische Staatsanleihen fielen nach der Beilegung des Sparstreits zwischen Athen und Brüssel. Die Krisenstaaten profitieren von der Entwicklung.

Die Flagge der Europäischen Union vor der Akropolis in Athen: Die Staatsanleihen der südeuropäischen EU-Staaten steigen wieder. dpa

Akropolis

Die Flagge der Europäischen Union vor der Akropolis in Athen: Die Staatsanleihen der südeuropäischen EU-Staaten steigen wieder.

LondonDie Einigung mit Griechenland im Schuldenstreit hat am Montag für Erleichterung an den südeuropäischen Anleihemärkten gesorgt. Athen will mit konkreten Reformplänen die Einigung im Schuldenstreit mit seinen Euro-Partnern besiegeln und damit eine Staatspleite abwenden. Commerzbank-Analyst Alexander Aldinger sagte, da das Grexit-Szenario - zumindest für die nächsten paar Monate - vom Tisch sei, dürften die Renditen der Anleihen der europäischen Peripherie-Staaten weiter sinken.

Die Rendite spanischer zehnjähriger Anleihen fiel zu Wochenbeginn auf 1,427 Prozent von 1,497 Prozent am Freitagabend. Ihr italienisches Pendant gab auf 1,504 (Freitagabend 1,569) Prozent nach. Portugiesische Staatspapiere mit zehn Jahren Laufzeit rentierten mit 2,088 (2,238) Prozent.

Die Käufe südeuropäischer Anleihen gingen zu Lasten von als relativ sicher geltenden Papieren wie den zehnjährigen Bundesanleihen. Deren Rendite stieg auf 0,384 Prozent von 0,365 Prozent am Freitag.

Die Eurogruppe hatte sich am Freitagabend mit Griechenland auf die Verlängerung des aktuellen Hilfsprogramms um vier Monate bis Ende Juni geeinigt. Als Gegenleistung für die Auszahlung weiterer Milliarden muss sich Athen im Grundsatz an zugesagte Auflagen halten, wobei es aber auch Flexibilität geben soll.

Eine erste Liste konkreter Reformschritte muss die griechische Regierung bis Montagabend vorlegen. Die griechischen Finanzmärkte waren am Montag wegen eines Feiertages geschlossen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

23.02.2015, 13:48 Uhr

Ach ne, das kommt jetzt aber überraschend! So etwas nennt man Finanzsozialismus! Garantierte Renditen für die Finanzindustrie zulasten der Steuerzahler der Nordländer, same Procedure ...

Herr Ercole Domenico

24.02.2015, 09:52 Uhr

@ Herr Carsten Kanter, es wird für Sie noch schlimmer bei Ihrer Einstellung, langfristig wird es zu einer Fiskalunion kommen mit Teilaufgabe der Steuerhoheit durch die einzelne Euroländer an eine Europäische Steuerbehörde. Ziehen Sie sich also warm an wenn Sie gegen ein föderales Europa sind! Eine vernünftige Entwicklung die vom erwachenden deutschen Nationalismus (hoffentlich) nicht aufgehalten werden kann.

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